Bild: epa/Birgir Por Hardarson

Gestern Abend ging die Nachricht um die Welt, dass der isländische Premierminister Sigmundur David Gunnlaugsson nach den Enthüllungen rund um die "Panama Papers" zurücktreten wolle; die Daten belegen, dass Gunnlaugssons Frau eine Briefkastenfirma besaß, die Anteile an isländischen Banken hielt (bento). Jetzt behauptet der Premier allerdings, er habe seinen Rücktritt nie angeboten.

Das geht aus einer E-Mail hervor, die Gunnlaugsson am Dienstagabend an internationale Medien versendete. Darin schreibt der Premier, er habe sich gar nicht von seinem Amt verabschiedet: "The Prime Minister has not resigned". Er habe lediglich vorgeschlagen "that the Progressive Party Vice-Chairman take over the office of Prime Minister for an unspecified amount of time". (Süddeutsche Zeitung)

In der E-Mail lobt Gunnlaugsson, wie seine Regierung mit der Finanzkrise 2008 umgegangen sei – und betont, dass er und seine Frau nichts falsch gemacht hätten; sie hätten nie versucht, ihr Vermögen vor den isländischen Steuerbehörden zu verstecken.

Bleibt die Frage, was genau der Unterschied zwischen "zurücktreten" und "auf unbestimmte Zeit" beiseite treten ist.

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zu den "Panama Papers":

Und hier erklären wir, welche Spuren nach Deutschland führen:

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Queer

Ellen Page über ihr Coming-Out: "Ich fühle mich wie ein anderer Mensch"
Früher versteckte die Schauspielerin ihr Lesbisch-Sein, heute geht sie offensiv damit um.

Es ist nicht leicht, In Hollywood zu seiner Homosexualität zu stehen. Selbst wenn – oder gerade weil? – man eine junge, erfolgreiche Frau ist, die bereits für den Oscar nominiert wurde ("Juno"), in erfolgreichen Superhelden-Filmen dabei war ("X-Men – Der letzte Widerstand") und von Regielegenden wie Woody Allen ("To Rome With Love") engagiert wird.

Die Kanadierin Ellen Page, 29, weiß das inzwischen. Im Februar 2014 äußerte sie sich erstmals in einer bewegenden Rede öffentlich zu ihrer Homosexualität. Damals steckte sie schon mitten in den Vorbereitungen zu ihrem aktuellen Film "Freeheld". Ein Drama über das Lesbenpaar Laurel und Stacie, das auf wahren Ereignissen beruht. Ellen Page ist neben Julianne Moore nicht nur Hauptdarstellerin, sondern auch Produzentin des Films.

In der Fotostrecke: Ellen Page und ihre Freundin feiern den neuen Film