Bild: dpa/Birgir Por Hardarson
Nach Panama Papers: Wutdemo in Island

Der isländische Regierungschef Sigmundur Gunnlaugsson könnte der erste sein, der nach der Enthüllung der Panama Papers zurücktreten muss. Mehr als zehntausend Demonstranten forderten gestern Abend in Reykjavik seinen Rückzug. Eine Online-Petition gegen ihn hat bereits 29.000 Unterschriften gesammelt – knapp jeder zehnte Isländer. Morgunbladid, Englisch

Was die Panama Papers über Gunnlaugsson enthüllt haben und welche Regierungschefs noch zittern müssen: bento

Spanien: Schluss mit Siesta

Spaniens Premier Mariano Rajoy will seinen Landsleuten die ausgedehnte Mittagspause verbieten. Anstatt täglich drei Stunden soll es nur noch eine geben, der Feierabend von 20 auf 18 Uhr vorgezogen werden. Die Idee dahinter: Spaniens Wirtschaft soll wieder mit seinen EU-Partnern mithalten – die lange Pause und späten Arbeitsstunden schaden aus Sicht Rajoys der Produktivität. "The Independent"

32 Refugees welcome

Gestern kamen die ersten 32 syrischen Flüchtlinge per Flugzeug aus der Türkei nach Deutschland. Im Gegenzug schickte Griechenland 202 illegal eingereiste Flüchtlinge per Fähre zurück in die Türkei. Die Europäische Union will so eine sichere (und kontrollierbare) Route aus der Türkei ermöglichen, der Austausch ist Teil eines neuen EU-Deals. 339 Flüchtlinge hatten dennoch am Montag versucht, auf eigene Faust per Boot über das Mittelmeer nach Griechenland zu kommen. Mehr zum Deal: bento

Facebook bietet Bilderdienst für Blinde

Seit heute gibt es im Netzwerk das Feature "Automatic Alternative Text". Wenn ein Bild gepostet wird, liest ein Programm die gescannten Inhalte vor – damit sich blinde Facebook-Nutzer das Bild vorstellen können. Zunächst gibt es den Service nur auf Englisch. Teilt ein Freund das Bild eines Spaziergangs im Wald, dann könnte sich das so anhören: "This image may contain: outdoor, trees, two people, smiling." Facebook Newsroom

Die wahrscheinlich dümmste App der Welt

US-Behörden sind im Besitz einer neuen Geheimwaffe: dem "Randomizer". Die App wählt per Zufall eine Richtung aus, entweder rechts oder links. Eingesetzt wird sie überall dort, wo Menschen Schlange stehen. Eigentlich simpel. Die US-Behörde für Transportsicherheit wollte aber nur das Beste – und zahlte umgerechnet knapp 300.000 Euro an IBM für die Entwicklung des Rechts-Links-Anzeigers. Mashable

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