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Ansonsten blieb es bisher ruhig in Ostritz.

Was ist passiert?

Die Besucherinnen und Besucher des Neonazi-Festivals in Sachsen haben jetzt keinerlei Chance mehr, Alkohol auf dem Festivalgelände zu trinken. Nicht nur den Verkauf hat die Polizei in Ostritz untersagt, es dürfen auch keine Spirituosen mit auf das Gelände gebracht werden. 

Am Freitag hieß es, auf der Tattoo-Convention und den Kampfsport-Events dürfe noch Alkohol ausgeschenkt werden – aber auch das war am Samstag nicht mehr erlaubt (bento). Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hatte das komplette Alkoholverbot bestätigt.

Ein MDR-Reporter beobachtete, wie einige Neonazis in einem Supermarkt Alkohol kauften. Sie wurden von der Polizei aufgefordert, das Bier vor dem Eingang auszutrinken oder abzugeben. Außerdem kämen einige Besucherinnen und Besucher bereits sturzbetrunken zum Festival – aufgehalten würden sie aber nicht.

Worum geht es auf dem Festival eigentlich?

Neonazis feiern bereits seit Freitag mit Rechtsrock in Sachsen. Bei dem "Schild und Schwert"-Festival in Ostritz treten Bands und Kampfsportler auf, dazu schwingen Rechtsextremistinnen und Rechtsextremisten politische Reden. Weil es kein reines Rockfestival ist sondern eine politische Veranstaltung, haben Behörden das Neonazi-Festival erlaubt.

Anmelder der Veranstaltung "Schild und Schwert" ist Thorsten Heise. Er fiel in der Vergangenheit als militanter Neonnazi auf, ist Mitglied der rechtsextremistischen Kleinpartei NPD und stand bereits mehrfach vor Gericht. (SPIEGEL ONLINE)

Die Begründung des Gerichts zum Alkoholverbot: Durch den "beabsichtigten Alkoholkonsum" auf dem Festival sei von einer "Gefährdung der öffentlichen Sicherheit" auszugehen. Der Alkohol könne die eh schon latent vorhandene aggressive Grundstimmung noch weiter steigern.

Wie verlief das Festival bislang?

  • Bis zum Samstagnachmittag sind die befürchteten Ausschreitungen ausgeblieben. Auch in der Nacht zuvor blieb es ruhig.
  • Ein 31-Jähriger zeigte am Freitagabend den Hitlergruß und es gab eine Rangelei zwischen einem linksorientierten Mann und einem Anhänger des rechten Spektrums. Am Samstag blockierten offenbar linksgerichtete Gegendemonstranten einen Zugang zum Gelände, Besucher wurden zu Boden gestoßen. Die Polizei konnte aber beide Gruppen trennen.
  • Immer wieder seien Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu sehen. Das Amtsgericht hat eine Verfügung erlassen, sämtliche mit diesem Symbol versehene Gegenstände zu beschlagnahmen, berichtet der MDR.

Gibt es Gegendemonstrationen?

Ja, zum Beispiel haben am Freitag mehr als 1000 Menschen bei ihrer Gegenveranstaltung "Friedensfest" am Rathausplatz demonstriert. Am Samstag gab es unter anderm zwei Fahrrad-Demonstrationen und das Gegenkonzert "Rechts rockt nicht". 

Und von den Linken gab es dieses Plakat zur Begrüßung:

Mit Material von dpa


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