Bild: Netflix

Am 4. März wird wieder die begehrteste Filmtrophäe Hollywoods verliehen. Die Nominierungen für die Oscars 2018 hat die Filmacademy heute bekannt gegeben. 

Die schlechte Nachricht zuerst: Fatih Akin ist leider nicht dabei. 

Sein Werk "Aus dem Nichts" war die deutsche Oscar-Hoffnung in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film". Diane Kruger spielt darin die Frau eines Deutsch-Türken, der von Rechtsextremisten umgebracht wird. Die Geschichte ist angelehnt an die NSU-Morde und wurde vor kurzem mit einem Golden Globe, einem Critics' Choice Award und dem bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. (bento)

Zu den Favoriten gehört das Fantasy-Drama "Shape of Water" von Guillermo del Toro. Der Film wurde 13 mal nominiert, unter anderem in den Kategorien bester Film, beste Regie und beste Hauptdarstellerin. 

Ebenfalls auf der Liste der möglichen Preisträger steht ein biografisches Drama über den britischen Premierminister Winston Churchill, "The Darkest Hour" , das Rachedrama "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" von Martin McDonagh und der Kriegsfilm "Dunkirk" von Christopher Nolan. Für die Musik zum Film könnte auch der deutsche Komponist Hans Zimmer einen Oscar bekommen. Er war schon elf Mal nominiert und bekam 1995 den Oscar für die Musik zu "König der Löwen".

Das erste Mal überhaupt ist außerdem ein Netflix-Film nominiert.

Und das gleich drei Mal: Das Rassismusdrama "Mudbound" ist Anwärter für "beste Nebendarstellerin", "bestes adaptieres Drehbuch" und "beste Kamera" – mit Rachel Morrison kann hier außerdem das erste Mal eine Frau auf die Auszeichnung hoffen. 

Alle Nominierungen gibt es hier:
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Als beste Filme aus dem Ausland sind nun statt Fatih Akin fünf Werke aus Chile, dem Libanon, Russland, Schweden und Ungarn in das Oscar-Finale geschafft.

Ein deutscher Film hat es trotzdem geschafft. 

Als bester Kurzfilm ist "Watu Wote/ all Of Us" von Katja Benrath und Tobias Rosen nominiert. Er wurde in Kenia gedreht, geht eine halbe Stunde und dreht sich um den Angriff der radikal-islamischen Terrormiliz Al-Shabaab im Jahr 2015 auf einen Bus an der Grenze zwischen Kenia und Somalia. Dabei hatten sich Muslime schützend vor Christen gestellt.

Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem das ungleiche Verhältnis weißer und schwarzer Preisträger und Nominierter beklagt wurde – #oscarssowhite – steht die Verleihung in diesem Jahr vor allem unter dem Zeichen der #metoo-Debatte. Wie vielfältig ist die Liste der Nominierten? 

Mehr dazu hier:


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#OscarsSoMale: So wenig Frauen sind unter den Nominierten für die Oscars

So prestigeträchtig und begehrt die Academy Awards in der Filmbranche auch sind, so häufig stehen sie auch in der Kritik: 

Denn wenn die Oscars für eines nicht stehen, dann ist es Diversität.