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Stell dir vor, du hast ein paar übriggebliebene Silvesterknaller, die du unbedingt noch abfeuern willst. Du denkst dir: Lieber nicht im Wohngebiet, sondern irgendwo, wo es niemanden stört – und machst es außerhalb der Stadt. Doch leider geht etwas schief. 

So ungefähr muss es im Fall eines US-Teenagers abgelaufen sein. Der 15-Jährige wurde nun wegen Brandstiftung verurteilt.

Der Teenie hatte gestanden, im September in der Schlucht Eagle Creek Canyon im Bundesstaat Oregon Feuerwerkskörper gezündet zu haben. Die Knaller entzündeten dabei das Waldgebiet, es entstand ein Großbrand, der sich über fast 200 Quadratkilometer ausbreitete.

Das ist eine Fläche, die doppelt so groß ist wie Sylt!

Im Februar wurde der Jugendliche bereits zu einer Bewährungsstrafe von fünf Jahren und 1920 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Er wurde auch angewiesen, 152 Entschuldigungsbriefe an die vom Brand betroffenen Menschen und Institutionen zu schreiben.

Nun kam noch eine Geldstrafe hinzu. Der Richter entschied: Rund 36 Millionen Dollar (rund 31 Mio Euro) seien "eindeutig verhältnismäßig, weil sie den finanziellen Schaden, den der Jugendliche verursacht hat, nicht übersteigt".

Die volle Geldstrafe muss er aber vermutlich nicht berappen: Laut Gesetz dürfen die Zahlungen nach zehn Jahren eingestellt werden, wenn ein Jugendlicher seine Bewährung beendet, keine weiteren Straftaten begeht und sich an die Zahlungspläne hält.

Trotzdem: Der Junge startet mit einer ordentlichen finanziellen Last in sein Erwachsenenleben.

Mit Material der dpa.


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