Bild: epa/dpa Barbara Walton
Auf Borneo hat sich der Bestand halbiert

Was ist passiert?

Die Orang-Utan-Population schrumpft dramatisch. Mehr als die Hälfte der Affen auf Borneo ist allein in den vergangenen 16 Jahren verschwunden. Zwischen 1999 und 2015 verringerte sich die Zahl der Tiere um 150.000. Auf Borneo leben derzeit nicht mehr als 50.000 bis 100.000 Tiere. 

Die dramatische Situation ist seit Jahren bekannt, aber die neuen Zahlen sind auch für Experten erschreckend. Zoologen und Ökologen haben sie zusammen erhoben und jetzt veröffentlicht. (Mehr Infos zur Untersuchung)

Warum sterben so viele der Affen?

Die Regenwälder auf Borneo und Sumatra, zwei Inseln des indonesischen und des malaysischen Archipels in Südostasien, sind der einzig natürliche Lebensraum der Menschenaffen. Die Tiere finden dort nur noch Platz auf schmalen Waldgebieten, die auf den Inseln übrig sind. (SPIEGEL ONLINE)

  • Die Menschen haben ihren Lebensraum zerstört – entweder durch Abholzung oder durch Waldbrände. Ohne ihr Zuhause können sie nicht überleben, Früchte und Blätter verschwinden als Nahrung. 
  • Ein weiteres Problem: Wilderer, die die Affen töten.
Warum wird so viel abgeholzt?
  • Weil in vielen Nahrungsmitteln – beispielsweise in Pizzateig, Schokoriegeln oder Nutella – und Beauty-Produkten immer noch mit Palmöl gearbeitet wird. Die Industrie setzt weiterhin darauf, obwohl sie die größte Ursache für das Problem sind. 
  • Auf Borneo wird großflächig Palmöl angebaut. Um Monokulturen aus Ölpalmen anzulegen, werden seit Jahrzehnten Torfmoorwälder auf Borneo durch Brandrodung vernichtet oder abgeholzt. Auch die Folgen für das Klima sind dramatisch. (Taz)
Könnten die Tiere wirklich aussterben?

Ja, sie sind akut vom Aussterben bedroht. Insgesamt gibt es drei Affenarten auf Borneo, die jüngste wurde erst im November 2017 entdeckt. Alle drei stehen auf der roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN. (Zeit Online)


Gerechtigkeit

Warum ein Digitalministerium für Deutschland keine gute Idee wäre

Es war eines der großen Versprechen im Wahlkampf: Ein Minister, der Deutschland digital vorantreibt, mit Leidenschaft und eigenem Ressort. Ein Digitalminister.

"Digitalisierung ist Chefsache. Deshalb wird im Kanzleramt die Position eines 'Staatsministers für Digitalpolitik' neu geschaffen", hieß es im Regierungsprogramm der CDU und CSU. Die FDP zog mit und auch Lars Klingbeil von der SPD forderte: "Es braucht jetzt jemanden, der das Thema vorantreibt und immer wieder den Finger in die Wunde legt, wenn es nicht vorangeht." (Handelsblatt)

Geworden ist daraus: Nichts.