Das ist Gus Kenworthy.

Er ist ein Freestyle-Skifahrer, der bei Olympia 2018 angetreten ist. Er hat einen der letzten Plätze belegt. Falls dir der Name gerade bekannt vorkommt: Das ist übrigens auch der Typ, der seinen Freund geküsst hat, um ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen. (bento

Außerdem ist er ein großer Tierfreund, wie man auf dem Foto bereits erkennen kann.

Zusammen mit seinem Freund hat er eine von rund 17.000 Hundefarmen in Südkorea besucht. In einem Instagram-Posting will er auf die dortigen Zustände hinweisen.

Dazu schreibt er:
Es war herzzerreißend. Im ganzen Land gibt es 2,5 Millionen Hunde, die in den verstörendsten Zuständen aufgezogen werden – um später gegessen zu werden. Ja, ich verstehe, dass das Essen von Hunden ein Teil der koreanischen Kultur ist. Und obwohl ich nicht persönlich damit einverstanden bin, stimme ich zu, dass es nicht meine Aufgabe ist, den Menschen hier westliche Ideale aufzuzwingen. Die Art und Weise, wie diese Tiere behandelt werden, ist jedoch völlig inhuman und Kultur sollte niemals ein Sündenbock für Grausamkeit sein.

Einen der Hunde hat Kenworthy direkt adoptiert. Zusammen mit der Organisation Humane Society International habe er außerdem dafür gesorgt, dass die Farm geschlossen wird und die verbleibenden 90 Hunde in den USA und in Kanada ein neues zu Hause finden, schreibt er bei Instagram.

Seine Rettungsaktion wird aber auch kritisiert, Nutzer werfen ihm Doppelmoral vor. Er sei selbst kein Vegetarier und in Korea sei es üblich, Hunde zu essen – wie in anderen Ländern Schweine, Hühner oder Rinder. Was soviel bedeutet wie: In einem fremden Land rettet Kenworthy süße Tiere, weil sie so flauschig aussehen, aber zurück in den USA lässt er sich sein Steak schmecken, ohne sich anzuschauen, wie das Rind auf der Farm behandelt wurde.

Der Sportler antwortete auf solche Vorwürfe via Twitter: "Nur weil zehn Dinge falsch laufen, bedeutet das nicht, dass man nicht eine Sache lösen kann – nur weil es neun andere Probleme zurücklässt. Es ist eine positive Veränderung."


Gerechtigkeit

Heute Show: So sarkastisch fasst Oliver Welke das Drama um die Essener Tafel zusammen

Die Tafel in Essen hatte vergangene Woche angekündigt, vorläufig nur noch Deutsche aufnehmen zu wollen – und hat mit dieser Entscheidung eine große Debatte ausgelöst. (bento

Begründet hatte der Verein den Schritt damit, dass der Anteil von nicht-deutschen Bedürftigen auf 75 Prozent gestiegen sei, dass die Atmosphäre sich geändert habe, öfter Gedrängel entstünde und man fürchte, dass sich ältere Damen nicht mehr zur Essensausgabe trauen könnten.