Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

167 Tage nach der Bundestagswahl steht fest, wie Deutschlands neue Regierung aussieht: Am Freitag hat die SPD als letzte Partei der Großen Koalition ihre Minister vorgestellt. Die Sozialdemokraten sollen sechs Ministerien verantworten – je drei Frauen und drei Männer sollen die Posten bekommen.

Das sind die neuen SPD-Minister:

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Hinter den SPD-Kulissen hatte es zuvor heftigen Streit gegeben – lange galt der ehemalige SPD-Chef Sigmar Gabriel weiterhin als Außenminister gesetzt. Am Donnerstag gab er bekannt, dass die neue SPD-Spitze ihn nicht mehr dabei haben möchte. (bento)

Die SPD hatte sich am längsten Zeit gelassen, ihre Ministerposten bekannt zu geben. 

Erst am vergangenen Wochenende hatte die Parteibasis in einem Mitgliederentscheid abgestimmt, ob sie überhaupt eine neue Große Koalition mit CDU und CSU eingehen will. Nach dem "Ja" für die GroKo verkündeten zunächst CDU und später CSU ihre Posten. (bento)

Die CDU erhält wie die SPD sechs Ministerien, zudem das Kanzleramt. Von den sieben Stellen sind vier mit Frauen besetzt.

Das sind die CDU-Minister:

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Die CSU erhält drei Ministerien. Für ein paritätisch besetztes Kabinett – also eine Regierung, die zu gleichen Teilen aus Frauen und Männern besteht – hätte die CSU mindestens ein Ministerium mit einer Politikerin besetzen müssen. Hat sie nicht. (bento)

Das sind die CSU-Minister:

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Gerechtigkeit

In Spanien streiken die Frauen – und legen das Land lahm
Fünf Fragen an Julia, 26. Sie hat den Protest organisiert.

Sie schreien aus voller Kraft und hören nicht auf: "¡Sin nosotras se para el mundo!" – "Ohne uns steht die Welt still!" In fast allen spanischen Städten ist am Donnerstag dieser Schlachtruf ertönt. Hunderttausende Frauen sind in Spanien zum Weltfrauentag auf die Straße gegangen.

Kindergärtnerinnen, Journalistinnen, Verkäuferinnen legten ihre Arbeit nieder. Sogar die Gewerkschaften hatten zum Streik aufgerufen. Glaubt man ihnen, beteiligten sich insgesamt 5,3 Millionen Frauen am Ausstand.