Bild: dpa/Matthias Schrader
Der 31-jährige Sebastian Kurz von der ÖVP könnte Kanzler werden.

Österreich wünscht sich Sebastian Kurz als neuen Kanzler: Bei den Parlamentswahlen konnte die Partei des 31-Jährigen, die konservativ-bürgerliche ÖVP, am Sonntag offenbar die meisten Stimmen holen. 31,36 Prozent gingen an die ÖVP (Stand: 23 Uhr, ORF/Innenministerium).

Der bisherige Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern ist damit abgewählt: Die Sozialdemokraten kamen auf 26,75 Prozent der Stimmen. Aktuell zweitstärkste Kraft knapp davor ist die rechtspopulistische FPÖ von Heinz-Christian Strache. Sie kam auf 27,35 Prozent.

Das amtliche Endergebnis wird nach Auszählung der Stimmen der Briefwähler jedoch erst am Donnerstag feststehen. Die Wahlbeteiligung liegt laut Hochrechnung bei 67,56 Prozent.

Das heißt: Die rechten Parteien sind die klaren Sieger in Österreich.
ÖVP-Chef Sebastian Kurz hat in Österreich eine Blitzkarriere hingelegt: Vom Staatssekretär mit 24 zum Außenminister mit 27. Und nun wahrscheinlich zum neuen Kanzler mit 31.

Hier kannst du mehr über ihn erfahren:

Das sind die möglichen Koalitionen:
  1. Als wahrscheinlich gilt ein rechtes Bündnis aus ÖVP und FPÖ. Beide kämen auf eine absolute Mehrheit. Kurz hatte im Wahlkampf zuletzt deutlich konservative Positionen eingenommen und versprochen, die Grenzen für Flüchtlinge zu schließen – ganz so, wie es auch die FPÖ will.
  2. Rechnerisch möglich wäre auch eine große Koalition aus ÖVP und SPÖ. Der bisherige Regierungschef Christian Kern müsste sich dann mit der Rolle des Juniorpartners von Sebastian Kurz zufrieden geben.
  3. Kaum realistisch ist die sogenannte "Dirndl-Koalition" aus ÖVP, Grünen und Neos (Der Name kommt von den Parteifarben türkis, grün und pink). Die Regierung wäre mit dem angestrebten Jamaika-Bündnis in Deutschland vergleichbar.
So jubeln die ÖVP-Anhänger nach Verkündung der Wahlergebnisse:
Auf Twitter ist vor allem der Rechtsruck der Wahl Thema:
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Die drei wichtigsten Erkenntnisse der Wahl:

1. Die Sozialdemokraten von der SPÖ haben die gleichen Fehler gemacht wie ihre Schwesterpartei in Deutschland.

Bundeskanzler Kern blieb in seinem Wahlkampf vage – sprach wie auch Martin Schulz von "sozialer Gerechtigkeit" ohne wirkliche Antworten auf den Rechtsruck in Europa zu liefern. Aus einer guten Startposition als Bundeskanzler wahlkämpfte er sich am Wähler vorbei ins Aus.

2. Die rechte FPÖ konnte mit zuwandererfeindlichen Sprüchen punkten.

Die FPÖ ist nochmal deutlich rechter als die AfD in Deutschland. Burschenschafter haben das Sagen, es gibt Verbindungen zu Neonazis. Das Alpenland Österreich liegt im Zentrum der europäischen Migrationsbewegungen vom Balkan und Italien gen Norden. Die Rechtspopulisten haben gezielt mit den Stimmungen der Menschen für sich gearbeitet.

3. Und Sebastian Kurz konnte gewinnen, weil er die ÖVP in eine Art FPÖ-light verwandelt hat.

Kurz sprach als Außenminister noch vor wenigen Jahren davon, Österreich als Einwandererland zu stärken und die Integration zu fördern. Mittlerweile ist sein Ton deutlich rauer geworden – mit schärferen Grenzkontrollen und mehr Verpflichtungen für Ausländer. Damit konnte er beim Wähler punkten, für viele ist der aufstrebende Jungpolitiker zur Zukunftshoffnung geworden.

Für Europa würde nun ein ÖVP-FPÖ-Bündnis eine neue konservative Stimme bedeuten, die sich weniger Einmischung aus Brüssel und wieder stärkere, selbstständige Nationalstaaten wünscht.

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