Bild: epa/Filip Singer
Am 22. Mai wird es eine Stichwahl geben.

Die rechtspopulistische Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) hat die erste Runde der Bundespräsidenten-Wahl gewonnen. Dem vorläufigen Ergebnis zufolge erzielte FPÖ-Kandidat Norbert Hofer rund 36 Prozent der Stimmen.

Damit liegt er weit vor den anderen fünf Kandidaten:

  • Alexander Van der Bellen, ehemaliger Grünen-Chef, erzielte den Hochrechnungen zufolge 20 Prozent.
  • Die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss erhielt 18,5 Prozent der Stimmen.
  • Die Kandidaten der rot-schwarzen Regierung Rudolf Hundstorfer (SPÖ) und Andreas Khol (ÖVP) landeten bei jeweils etwa elf Prozent.
  • Den ebenfalls parteilosen Bauunternehmer Richard Lugner wählten nur etwas über zwei Prozent.

(Eine schöne Übersicht über die Kandidaten gibt es auf dem Blog des österreichischen Journalisten Stefan Schett.)

Da auch Hofer die 50-Prozent-Hürde verfehlte, wird es am 22. Mai eine Stichwahl geben.

Ob Van der Bellen oder Griss gegen den FPÖ-Mann antreten werden, wird das amtliche Endergebnis zeigen. Fest steht: Durch das starke Abschneiden der FPÖ – es ist ihr bisher bestes Ergebnis auf Bundesebene – geht Hofer als Favorit in die Stichwahl. (SPIEGEL ONLINE)

Fest steht auch: Der nächste österreichische Bundespräsident wird nicht von einer der beiden ehemaligen Großparteien SPÖ oder ÖVP gestellt oder unterstützt. Das war seit dem Zweiten Weltkrieg bislang immer der Fall. (SPIEGEL ONLINE)

Der österreichische Bundespräsident übt vor allem eine diplomatische, repräsentative Rolle aus, er ist aber zum Beispiel auch Oberbefehlshaber des Bundesheeres. Er wird für sechs Jahre gewählt und kann einmal wiedergewählt werden.


Food

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"Don't Believe The Craft Beer Hype", warnt der Aufkleber. Die vier Mitarbeiter der Berliner "Bierfabrik" posieren darauf mit finsteren Blicken im Stile einer Metalband. Der Sticker prangt auf dem Leitz-Ordner, in dem die Kleinstbrauerei in Marzahn ihre Preislisten aufbewahrt. Wie eine ständige Mahnung, nicht bloß auf einer Modewelle mitzuschwimmen.

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