Der angebliche Untergang des Abendlandes steht nun endgültig bevor. Der Beweis ist dieses Bild:

Gerade haben mich die Sternsinger besucht :) Ich freue mich, dass sich junge Menschen auf diese Art und Weise einsetzen,...

Posted by Norbert Hofer on Dienstag, 3. Januar 2017


Das Foto zeigt Norbert Hofer und vier Sternensinger, drei davon treten als Heilige Drei Könige auf. Hofer ist ehemaliger Präsidentschaftskandidat und Vizechef der rechten Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ).

Die Sternensinger ziehen in der Adventszeit und bis zum Dreikönigstag am 6. Januar von Haus zu Haus, um Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln. Hofer begrüßt das Engagement natürlich.

Viele seiner Facebook-Fans hingegen waren richtig sauer.

Ihrer Meinung nach müssen die drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar männlich und verschiedener Herkunft sein, ein Europäer, ein Asiate und ein Afrikaner. Die drei Mädchen – und ohne Schuhcreme im Gesicht – passen also gar nicht.

Das schreiben die Hofer-Fans in den Kommentaren:
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Darum ist der Wunsch nach einem "Mohr" rassistisch:
  • Schon das Wort gilt als Herabwürdigung, ebenso wie "Neger" oder "Nigger" im englischen Sprachgebrauch.
  • Noch schlimmer ist allerdings das sogenannte "Blackfacing": Ein Weißer malt sich schwarze Farbe ins Gesicht, um einen Schwarzen "zu spielen". Die rassistische Praxis kommt aus den USA. In Comedy-Shows des 18. und frühen 19. Jahrhunderts hatten sich Darsteller bemalt, um sich über Schwarze lustig zu machen ("Der Tagesspiegel").
War überhaupt einer der Heiligen Drei Könige schwarz?

Nicht im Ursprung. Die Bibel spricht im Matthäusevangelium nur von "Sterndeutern" und meint damit Magier. Erst im 6. Jahrhundert werden sie zu Königen, erst in der Kunst des 10. und 11. Jahrhunderts werden sie zu Afrikanern, Asiaten und Europäern. Historiker gehen davon aus, dass die Sterndeuter bis dahin als Weise aus dem arabischen oder persischen Raum galten. ("Die Zeit")

Wenn die "Bewahrer des Abendlandes" also authentische Heilige Könige wollen, sollten sie Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten gegenüber toleranter sein. Der christliche Gedanke der Nächstenliebe – er kommt von dort.


Sport

Uli Hoeneß fordert Deutsch in der Kabine des FC Bayern, macht sich lächerlich

Wenn es nach Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern, geht, dürfen die Spieler des Vereins in Zukunft nur noch Deutsch in der Kabine reden. "Die Sprache ist ein Bindeglied. Ansonsten gibt es Grüppchen", sagte Hoeneß in einem Interview mit "Sport Bild".

Damit nicht genug: Wenn sich Spieler gegen Hoeneß Vorstellungen von gelungener Integration sträuben, dann soll es Strafe geben. "Ein Spieler muss Deutsch lernen, das muss eine Vorschrift werden. Ansonsten muss er eben zahlen." (spox.com)