Bild: Ralf Hirschberger/dpa

Was ist passiert?

Beamte, Richter und Soldatinnen bekommen in Zukunft mehr Gehalt. Freuen dürfen sich etwa 2,3 Millionen Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. In der Nacht zum Mittwoch einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf ein Ergebnis.

Warum ist das wichtig?

Auch der öffentliche Dienst ist auf der Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften. Verdi-Chef Frank Bsirske hofft nun, dass der öffentliche Dienst als Arbeitgeber attraktiver und wettbewerbsfähiger wird. 

Auch der Verhandlungsführer für die Kommunen, Thomas Böhle, sagte, dass durch mehr Geld in den oberen Einkommensgruppen die Chancen steigen, Fachkräfte wie IT-Spezialistinnen oder Ingenieurinnen, aber auch Erzieher zu gewinnen. 

Weil die Verhandlungen zunächst schleppend vorangingen, hatte es in der vergangenen Woche massive Streiks gegeben – Teile des Nahverkehrs in Deutschland wurden lahmgelegt und der Flugverkehr gestört.

Die wichtigsten Ergebnisse: 

  • Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen sollen höhere Einkommen in drei Stufen erhalten: Rückwirkend zum 1. März 2018 soll es im Schnitt 3,19 Prozent mehr geben, zum 1. April 2019  nochmal 3,09 Prozent mehr und zum 1. März 2020 weitere 1,06 Prozent.
  • Die Laufzeit des Abschlusses soll 30 Monate betragen. 
  • Für Beschäftigte bis zur Entgeltgruppe sechs soll es eine Einmalzahlung von 250 Euro geben. Das betrifft unter anderem Müllwerker, die heute bis zu 2629 Euro verdienen, oder Verwaltungsangestellte (2865 Euro).

Verdi-Chef Bsirske lobte die Einigung. Es sei "das beste Ergebnis seit vielen Jahren."

Mit Material von dpa


Gerechtigkeit

Starbucks schließt 8000 Filialen, um Mitarbeiter gegen Rassismus zu schulen

Was ist passiert?

Am 29. Mai wird es in 8000 amerikanischen Starbucks-Filialen keinen Kaffee geben – stattdessen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen Rassismus geschult. Der Grund: In Philadelphia wurden zwei Schwarze festgenommen, weil sie sich im Starbucks aufhielten ohne zu bestellen. Dabei wollten die beiden nur die Toilette benutzen und auf einen Kumpel warten, als die Mitarbeiter die Polizei verständigten. Eine Kundin hatte den Eingriff gefilmt und ins Internet gestellt. (bento)