Zwei Fragen und zwei Antworten zur Warnung der Gesundheitsbehörde

Der Start des Leihrad-Anbieters "Obike" in mehreren deutschen Städten scheiterte. Im Juli meldete der Fahrradverleih aus Singapur Insolvenz an. Nun muss der Besitzer der Lagerhalle die Räder loswerden und verkauft sie für rund 70 Euro (bento). Gute Gelegenheit für ein Schnäppchen? Lieber nicht – die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz rät jetzt nämlich von den Fahrrädern ab.

Was ist passiert?

In einer Pressemitteilung warnt die Behörde vor den "Obikes": "Sicherheitstechnische Stichprobenuntersuchungen haben ergeben, dass die nach der entsprechenden europäischen Norm geforderte Bremskraft für Neufahrräder der Marke 'Obike' nicht erreicht wird", heißt es in der Pressemitteilung. Man rate "zur Vorsicht bei der Benutzung". Die Behörde gehe davon aus, dass die Ursache für die mangelhafte Bremswirkung in der Konstruktion beziehungsweise Bauart der Bremsanlage liege.

Warum kann das gefährlich werden?

Durch die unzureichende Bremskraft besteht laut der Hamburger Behörde bei der Benutzung dieser Fahrräder ein hohes Unfallrisiko. So könnten "Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer unter Umständen, insbesondere in unvorhergesehenen Gefahrensituationen, trotz angepasster Geschwindigkeit nicht ausreichend sicher abbremsen und dadurch eventuell sich selbst und Dritte gefährden".

Dass diese Räder nicht so wirklich das Wahre sind, haben wir auch schon in unserem Test gemerkt:


Gerechtigkeit

CDU will Koalition mit der AfD in Sachsen nicht ausschließen
Vier Fragen und vier Antworten

Was ist passiert?

Der neue Fraktionsvorsitzende der CDU in Sachsen möchte eine Koalition mit der AfD nicht ausschließen. "Das werden Sie jetzt von mir in dieser Form auch nicht hören", sagte Christian Hartmann am Mittwoch in einem Interview des Radiosenders MDR Sachsen auf eine entsprechende Frage.

Seine Haltung begründete Hartmann mit dem "Respekt vor den Wählerinnen und Wählern". Koalitionsdebatten nannte er "Kaffeesatzleserei". Die AfD bezeichnete Hartmann als politischen Hauptwettbewerber der CDU.

Wer ist Christian Hartmann?

  • Hartmann war am Dienstag zum Nachfolger von Frank Kupfer als Fraktionschef gewählt worden.
  • Kupfer war aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten.
  • Hartmann, 44, hatte sich dabei gegen Geert Mackenroth durchgesetzt.
  • Mackenroth war vom sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer als Kandidat vorgeschlagen worden. 

Warum ist das wichtig?

In Sachsen wird erst am 1. September gewählt. Geht man von aktuellen Umfragen aus, könnte es passieren, dass die CDU sich zwischen Linken und der AfD als Koalitionspartner entscheiden muss. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte sich deshalb bereits offen für eine Koalition mit den Linken gezeigt. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer fand den Vorstoß gar nicht gut, widersprach Günther auf Twitter.