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Jetzt hat es Donald Trump doch noch geschafft: Mit einer knappen Mehrheit bestätigten die Republikaner am Donnerstag ein neues Gesetz, das die Reform der Krankenversicherung "Obamacare" vorsieht (bento). Offiziell heißt das neue Gesetz "American Health Care Act", kurz AHCA. 

Eine brisante Änderungen im Vergleich zu Obamacare ist nun in der Kritik: 
  • Versicherungen ist es erlaubt, Menschen mit bereits bestehenden Krankheiten – auf Englisch "pre existing conditions" – abzulehnen oder ihre Beiträge zu erhöhen ("New York Times"). 
  • Besonders bitter ist, dass für manche Versicherungen auch Vergewaltigung oder Gewalt in der Ehe als "pre existing condition" gelten. 

Viele US-Bürger regen sich über die Regelung zu den "bestehenden Krankheiten" auf. Unter den Hashtags #ImApreexistingCondition und #preexistingcondition sammeln sie auf Twitter Kritik:

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NGOs weisen darauf hin, dass vor allem Frauen unter den als "pre existing conditions" definierten Krankheiten leiden. Dabei geht es beispielsweise um die Folgen von VergewaltigungenDepressionen, Kaiserschnitte und vorangegangene Schwangerschaften. ("The Independent").

Oder wie es eine Twitter-Nutzerin anders formuliert – "Ich bin eine bestehende Krankheit. Ich bin eine Frau":

Aber auch Alltagsleiden wie Allergien könnten so zu höheren Kosten führen:

Andere kritisieren vor allem den Fakt, dass Kongressabgeordnete von den Beitragserhöhungen ausgeschlossen sein sollen und weiterhin von günstigen Beiträgen profitieren (vox.com).

Und manche fragen sich, ob Trump wohl eine Ausnahme geschaffen hat, weil er sonst selbst mehr bezahlen müsste:

Auch Promis mischten sich schon in die Debatte ein. Jimmy Kimmel hat seine eigenen Gründe, Obamacare zu unterstützen:


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Rückrufaktion: Das Leben hat keinen Gin mehr

In Kanada haben Gesundheitsbehörden den Rückruf einiger Flaschen Gin der Marke Bombay Sapphire des Herstellers Bacardi veranlasst. Eine Produktionseinheit des Herstellers enthält nahezu die doppelte Menge an Alkohol wie gewöhnlich. Nach einem Bericht des "Guardian" haben die betroffenen Flaschen einen Alkoholanteil von 77 Prozent - statt 40 Prozent, wie auf dem Etikett angegeben.