Bild: dpa / PA Wire / Danny Lawson

Prinz Harry war zuletzt häufig im Einsatz für die britische BBC: So interviewte er beispielsweise seinen Vater Charles oder im Herbst schon den ehemaligen Präsidenten der USA, Barack Obama, für den Radiosender BBC 4. 

Am Mittwoch strahlte der Sender das Gespräch mit dem amerikanischen Staatsoberhaupt a.D. endlich aus.
Die Interviews für die BBC sind mehr als lockere Unterhaltungen.

Für den Prinzen und seine Familie, die konstant im Rampenlicht stehen, ist es natürlich einerseits Werbung – aber zugleich auch eine Annäherung an die Medien: Im vergangenen Jahr hatte Harry noch die Berichterstattung der Medien über seine Beziehung zur Schauspielerin Meghan Markle kritisiert. Nun stellte er selbst die Fragen und gab auch etwas über sich selbst Preis. Eine der zurzeit wichtigsten Fragen:

1. Darf Obama an der Hochzeit von Meghan Markle und Prinz Harry teilnehmen?

Prinz Harry und Barack Obama sind befreundet. Eine Einladung zur royalen Hochzeit scheint nicht abwegig zu sein – wären da nicht die diplomatischen Bedenken der britischen Regierung.

Denn: US-Präsident Donald Trump war seit seiner Amtseinführung noch nicht bei der Queen zu Besuch. Würden Michelle und Barack Obama mit ihrer Teilnahme an der Hochzeit im Mai 2018 Donald Trump zuvorkommen, könnte das den amtierenden Präsidenten sehr verärgern (SPIEGEL ONLINE). Als Harry gefragt wird, ob er die Obamas zur Hochzeit einlädt, weicht er aus. Diese Überraschung wolle er nicht vorwegnehmen: 

2. Wie ging es Barack Obama, als er sein Amt abgeben musste? Und wie ist das Leben nach der Präsidentschaft?

Prinz Harry spricht Obama auf die Situation im Januar 2017 an, als Donald Trump als neuer US-Präsident vereidigt wurde:

Obama dankte seiner Frau Michelle, die ihn während seiner Amtszeit unterstützt hatte. Dann gab er aber zu, dass sich seine Dankbarkeit auch mit der Sorge vermischte, wie es mit dem Land weitergehe. Donald Trumps Namen erwähnte er nicht direkt. Also eine Nicht-Antwort.

Ansonsten: Er könne länger schlafen und mehr Zeit mit der Familie verbringen. (New York Times)

3. Was denkt Obama über Social Media?

Obamas Nachfolger Donald Trump wird nur indirekt angesprochen, Prinz Harry und Obama diskutieren aber, welchen Einfluss es habe, wenn Menschen in Machtposition soziale Medien nutzen: 

Es ist gefährlich, dass Menschen in verschiedenen Realitäten leben. Sie saugen nur noch Informationen auf, die zu ihrem Weltbild passen und es verstärken.
Barack Obama im BBC-Interview mit Prinz Harry

Diese "Balkanisierung der Gesellschaft" – also in diesem Zusammenhang eine Spaltung von Gesellschaften – dürfe nicht stattfinden. Vernünftiger wäre es, wenn die technologischen Mittel künftig verschiedene Sichtweisen auf die Realität abbilden würden

Obama appellierte außerdem an die jungen Social-Media-Nutzer: Nur einen Hashtag zu posten, reiche nicht aus.

Social Media könne zwar eine machtvolles Mittel sein, um auf etwas aufmerksam zu machen – wichtiger sei es aber, auch zu handeln.

(Bild: dpa / PA / Bbc Radio 4 Today)
4. Guckt Obama lieber "Suits" oder "The Good Wife"? Und welche Unterhosen trägt er lieber? 

Abschließend bekam der ehemalige Präsident einen schnellen Fragenhagel ab: Barack Obama soll sich unter anderem zwischen den Actionthrillern "White House Down" und "Olympus Has Fallen" entscheiden, beide haben Bezug zum Secret Service und zum Weißen Haus. 

Obama hat beide Filme nicht gesehen – also entscheidet Harry einfach für ihn: 

Auf die Frage, ob der ehemalige US-Präsident lieber "Suits" (in dieser Serie spielt Meghan Markle mit) oder "The Good Wife" schaut, antwortete er:

Suits. Obviously.
Mehr zu Obamas letzten Tagen im Amt liest du hier: 


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Hier ist die Weihnachts-Predigt, über die sich Ulf Poschardt aufgeregt hat
Alle streiten drüber, kaum jemand kannte sie. Verstehen kann der Pfarrer die Kritik nicht

Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe, der Familie, des Zusammenseins. Weinachten ist absurderweise aber auch: Das Fest, an dem man sich besonders gut mit den Eltern, Onkel Rüdiger oder Oma Ilse streiten kann: über Fleischkonsum, die AfD, "Flüchtlinge".

Wer in diesem Jahr ein unerwartet friedliches Fest erlebte, fand Ersatz auf Twitter. 

Auslöser war ein Tweet von Ulf Poschardt über die Christmette, die er an Heiligabend besucht hatte. Der Chefredakteur von WeltN24 mag die FDP, fährt Porsche und fand die Predigt wohl insgesamt zu politisch – oder auch einfach zu "links".