Bild: dpa/Swen Pförtner
4 Fakten zur Initiative

Kommende Woche soll ein Urteil über die größte rechte Mord- und Anschlagsserie der Bundesrepublik gefällt werden. Dann endet nach fünf langen Jahren der NSU-Prozess, bei dem die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe angeklagt ist. 

Am Dienstag sprach Zschäpe vor Gericht – und versuchte, sich von ihren mutmaßlich rechtsextremen Mittätern des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zu distanzieren. Rechtes Gedankengut habe für sie "gar keine Bedeutung" mehr, sagte sie vor Gericht in München. (bento)

Wer bei den Worten von Beate Zschäpe keine Rolle spielte: die Opfer und Angehörigen, die immer noch unter den schrecklichen Taten des NSU-Trios zu leiden haben.

Zwischen 2000 und 2007 sollen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt acht türkisch- und einen griechischstämmigen Zuwanderer getötet haben. Als zehntes Opfer soll das NSU-Trio eine deutsche Polizistin getötet haben. Zschäpe soll ihnen dabei geholfen haben.

Das Trio agierte vor allem von Thüringen aus – nun will die Thüringer Landesregierung mit einem Entschädigungsfond den Opfern des NSU helfen.

Thüringen bekenne sich zu seiner Verantwortung für die NSU-Verbrechen, sagte Justizminister Dieter Lauinger bei der Vorstellung der Initiative. (MDR)

Das sind die Fakten zum Hilfsfonds:

  1. Insgesamt sind 1,5 Millionen Euro vorgesehen.
  2. Jeweils 100.000 Euro sollen direkt an die Familien der zehn Mordopfer ausgezahlt werden.
  3. Die restlichen 500.000 Euro sind für Menschen, die bei den NSU-Anschlägen verletzt wurden. 
  4. Je nach Schwere der erlittenen Verletzung soll es zwischen 3000 und 20.000 Euro geben.

Der Beschluss des Hilfsfonds ist ein starkes Signal kurz vor dem Urteil im Münchner NSU-Prozess – das soll am 11. Juli fallen.


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