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Der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel hat einem Mitarbeiter der AfD offenbar das Leben gerettet. Der Mann war bei einer Sitzung des Gesundheitsausschusses zusammengebrochen – der SPD-Abgeordnete Yüksel stellte bei dem Mann den Herzstillstand fest und führte anschließend erfolgreich eine Herzdruck-Massage durch. (WAZ)

Der wissenschaftliche Mitarbeiter der AfD sei während der Sitzung zunächst aufgestanden, ein paar Meter von seinem Platz weggegangen und dann zusammengebrochen, sagte Yüksel der "WAZ". 

Der SPD-Abgeordnete war bis zu seiner Wahl in den NRW-Landtag 15 Jahre lang Intensivpfleger – er erkannte sofort den ernsten Zustand des AfD-Referenten und begann mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Die FDP-Abgeordnete Susanne Schneider, ebenfalls gelernte Krankenschwester, übernahm parallel die Mund-zu-Mund-Beatmung.

Nach einigen Minuten sei der Mann wieder ansprechbar gewesen. Er kam anschließend ins Krankenhaus. "Die Situation war für unseren Mitarbeiter sehr ernst", sagte ein AfD-Sprecher der Zeitung.


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So will der Berliner Senat den Drogenkonsum sicherer machen

Der Berliner Senat will den Drogenkonsum sicherer machen: Die rot-rot-grüne Koalition in der Hauptstadt startet am Donnerstag ein Modellprojekt zum "Drug-Checking". Dabei sollen zum Beispiel Pillen vom Schwarzmarkt chemisch analysiert und auf ihre genauen Inhaltsstoffe untersucht werden. Die Ergebnisse sollen dann veröffentlicht werden, damit Konsumentinnen und Konsumenten sehen können, was in ihren Drogen drin ist.

Wie läuft das Drug-Checking ab?

Für das Projekt stehen 30.000 in diesem und 120.000 Euro im kommenden Jahr bereit. Ausgeführt werden sollen die Drogentests von Organisationen der Berliner Drogen- und Suchthilfe. Bevor es aber losgehen kann, sollen diese ein Gutachten zur rechtlichen Machbarkeit des Angebots einholen. Denn wegen der Rechtslage in Deutschland benötigt Berlin für das Testangebot eine Ausnahmegenehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel- und Medizinprodukte.

Beim Drug-Checking selbst sollen dann Experten kleine Proben der jeweiligen Droge analysieren – auf den Anteil des Hauptwirkstoffes und den der beigemischten Inhaltsstoffe.

In der Schweiz gibt es schon seit Jahren solche Programme. In Zürich etwa bietet das Drogeninformationszentrum zweimal in der Woche Termine an, an denen Drogen zur Analyse abgegeben werden können. Das Ergebnis kann man später erfragen, Warnungen werden auch im Internet veröffentlicht. Mehrmals im Jahr gibt es außerdem ein mobiles Drug-Checking an verschiedenen Stellen in der Stadt. Dann werden die Drogen innerhalb einer halben Stunde analyisiert.

In den online veröffentlichten Warnungen wird dann etwa vor den Nebenwirkungen gewarnt, die bei besonders hohen Dosierungen auftreten können. Auch über den Wirkstoffgehalt können sich Konsumentinnen und Konsumenten so informieren.

Wie konkret das Drug-Checking in Berlin aussehen wird, ist allerdings noch völlig offen. Sobald die Rechtslage geklärt ist, soll zunächst Personal eingestellt und die nötige Ausrüstung zur Analyse angeschafft werden. Geplant ist aber auch hier eine Internetseite, auf der die Ergebnisse der Untersuchungen veröffentlicht werden.