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Was ist passiert?

Jahrzehntelang haben diese US-Konzerne die Waffenlobby NRA unterstützt. Doch nach dem Amoklauf an einer Schule in Florida überdenken auch sie ihre Haltung. Sie zeigen sich einsichtig – wenn auch viel zu spät.

So teilen einige Unternehmen mit, dass sie Vergünstigungen für Mitglieder der Organisation streichen werden. Darunter die großen Fluggesellschaften United und Delta Airlines. (Washington Post)

Was ist die NRA?

Die National Rifle Association (NRA) ist die mächtigste Waffenlobbyorganisation in den USA. Sie soll die Ausbildung an der Waffe und das Sportschießen fördern. Die Gruppe zählt nach eigenen Angaben rund fünf Millionen Mitglieder. 

Mehr als 100.000 Ausbilder unterrichten nach NRA-Angaben jährlich eine Million Waffenbesitzer im Umgang mit dem Schießgerät. Aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden speist sich das jährliche Budget von etwa einer Viertelmilliarde Dollar. Mehr Informationen gibt es auf SPIEGEL ONLINE.

Auch Floridas republikanischer Gouverneur Rick Scott hatte bereits am Freitag ein Maßnahmenpaket für striktere Waffenregeln vorgestellt. Er war einst ein gefeiertes NRA-Mitglied. (SPIEGEL ONLINE)

Hier zerstören Waffenbesitzer ihre Gewehre:

Vor gut zwei Wochen hatte ein 19-Jähriger 17 Menschen, 14 davon Schüler, an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida erschossen. Seitdem gibt es in den USA wieder einmal eine Debatte um strengere Waffengesetze. Vor allem eine Gruppe von Schülern der betroffenen Schule organisiert den Protest. Für Mitte März rufen sie zum "March for our lives auf." (bento)

US-Präsident Donald Trump setzt hingegen auf mehr Waffen – und schlug vor, Lehrer in Zukunft zu bewaffnen. (bento)

Warum reagieren die Firmen erst jetzt?

Auf Social Media gab es zahlreiche Aufforderungen zum Boykott der NRA. Unter dem Hashtag #BoykottNRA formierte sich der Widerstand. 

Die Firmen nutzen jetzt die öffentliche Debatte für ihre eigene PR – trotzdem ist es ein wichtiger Schritt, um Waffengesetze zu überdenken. Auch die Autoverleiher Hertz und Enterprise, der Versicherungsriese MetLife, die Internet-Sicherheitsfirma Symante und mehrere Hotelketten streichen bisherige Vergünstigungen. (Handelsblatt)


Gerechtigkeit

In Indien gibt es jetzt gratis Brust-OPs – damit "auch arme Menschen schön sein können"

Wer wenig Geld hat, ist oft ausgeschlossen und kann an vielen Elementen des gemeinschaftlichen Lebens nicht teilnehmen. Eine traurige Wahrheit, die von etlichen Studien dokumentiert ist.

Doch ein indischer Bundesstaat möchte das nicht hinnehmen. Immer wieder überlegen sich die dortigen Politiker Wege, um den gesellschaftlichen Spalt zwischen Arm und Reich zu schließen.

Ihre neueste Idee ist allerdings umstritten.