Bild: Wong Maye-E/AP/dpa
Das Wichtigste in 5 Punkten erklärt.

Was ist passiert?

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un setzt derzeit auf Zurückhaltung und hat den Stopp von Atomwaffentests angekündigt. Die nukleare Testanlage Punggye-ri im Nordosten des Landes soll laut der nordkoreanischen Staatsagentur KCNA komplett geschlossen werden. Die Tests seien gar nicht mehr nötig, weil das Atomwaffenprogramm vollendet sei – "ein großer Sieg", sagte Kim laut staatlicher Medien. 

Wieso gerade jetzt?

Das Gipfeltreffen zwischen Vertretern von Süd- und Nordkorea steht bevor. Kim Jong Un gibt sich deshalb diplomatisch. Bei dem Zusammenkommen am 27. April will Südkorea über ein Ende des Kriegszustands und ein Friedensabkommen beraten. Geplant ist auch ein Treffen von Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump, möglicherweise Anfang Juni.

Mehr als ein vages Versprechen scheint die Ankündigung von Kim Jong Un aber erst einmal nicht zu sein, denn wichtige Fragen bleiben offen. 

Auch wenn Donald Trump sich bei Twitter überschwänglich freute:

Welche Fragen ließ der Machthaber unbeantwortet?

  • Die internationale Gemeinschaft fordert eigentlich einen gänzlichen Verzicht auf ein Atomprogramm. Davon ist aber nicht die Rede. 
  • Außerdem blieb offen, inwiefern die kommunistische Führung bereit ist zum Verzicht auf den Bau weiterer Atomsprengköpfe und Raketen – geschweige denn zum Abbau ihres bestehenden Arsenals.

Wieso ist das wichtig?

  • Der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm gehört seit Jahren zu den gefährlichsten Konflikten der internationalen Politik. 
  • Die Spannungen hatten sich 2017 deutlich verschärft, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen und eine weitere Atombombe getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen hatte.
  • Nordkorea hatte bereits nach dem Test einer Interkontinentalrakete im vergangenen November erklärt, die Entwicklung zur Atomstreitmacht sei abgeschlossen. Die USA als Erzfeind und Verbündeter Südkoreas befänden sich in Reichweite nordkoreanischer Langstreckenraketen.

Wie geht es jetzt weiter?

  • Es passt in die Ereignisse der vergangenen Zeit, dass Kim Jong Un weiter auf Entspannung setzt. Nach Angaben des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In ist Nordkorea zur kompletten Denuklearisierung bereit.
  • Außerdem will Nordkorea sich wieder mehr um seine Wirtschaft kümmern. Kein Wunder: Das Land verarmt, vor allem wegen seiner Abschottungspolitik und der internationalen Sanktionen. Der Staat liegt wirtschaftlich am Boden.

Mit Material von dpa.


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Ente in 30er-Zone geblitzt – mit mehr als 20 km/h zu viel
Die Polizei ist ratlos: Wohin nur mit dem Strafzettel?

Wer Enten für harmlose Schnatterer hält ("Großer Schnabel, nichts dahinter"), täuscht sich gewaltig: Spätestens, wenn man zwei Enten im Stadtpark um ein besonders attraktives Stück Brot kämpfen sieht, merkt man: Für diese Tiere gibt es kein Gesetz.

Dass das so ist, zeigte nun ein weiterer Zwischenfall im Kanton Bern in der Schweiz. Dort wurde vergangene Woche eine Ente in einer Tempo-30-Zone geblitzt – mit satten 52 km/h auf dem Tacho. (Gemeinde Köniz)

Schneller als die Polizei erlaubt: