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Nach der Flucht eines nordkoreanischen Soldaten nach Südkorea gibt es schwere Vorwürfe an das Regime in Pjöngjang. Das Kommando der Vereinten Nationen, das die Grenze bewacht, hat jetzt ein siebenminütiges Video des Vorfalls veröffentlicht. Darin ist zu sehen, wie der Soldat auf seiner Flucht von Kameraden verfolgt und angeschossen wird - offenbar auch über die Grenze hinweg. 

Worum geht es? 

Die Flucht des nordkoreanischen Soldaten geschah schon am 13. November. Das Video wurde aber erst jetzt veröffentlicht. Auf den Bildern ist zu sehen, wie der nordkoreanische Soldat in einem Militärfahrzeug an die Grenze fährt, steckenbleibt und zu Fuß weiterflieht. Dabei wird er von mehreren nordkoreanischen Kameraden verfolgt und angeschossen. Der geflohene Soldat war durch die Schüsse schwer verletzt worden.

Warum ist das wichtig? 

Offenbar verfolgten die nordkoreanischen Soldaten den Flüchtigen teilweise bis über die Grenze. Dabei sollen auch Schüsse in Richtung Süden gefallen sein. Das UN-Grenzkommando wirft Nordkorea vor, damit den Waffenstillstand von 1953 verletzt zu haben. Er ist bis heute das wichtigste Abkommen zwischen Nord- und Südkorea und soll den Frieden zwischen beiden Ländern sichern. Offiziell sind beide Länder immer noch verfeindet. (SPIEGEL ONLINE)

Wie geht es jetzt weiter?

Der nordkoreanische Soldat wurde seit seiner Flucht mehrfach operiert. Inzwischen ist er wieder bei Bewusstsein. Er soll befragt werden, sobald es sein gesundheitlicher Zustand erlaubt. Die USA, die das UN-Grenzkommando anführen, haben ein Treffen beantragt, um den Vorfall zu untersuchen. Dabei soll es auch um Maßnahmen gehen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

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