Bild: dpa / Ju Peng
Er soll bereit sein, mit den USA und Südkorea über den Atomwaffen-Konflikt zu sprechen.

Ein grüner, gepanzerter Sonderzug passiert die Grenze nach China – seit Tagen wurde darüber spekuliert, ob sich darin der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un befinden könnte. 

Jetzt wurde bestätigt: Kim Jong Un hat sich mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping getroffen.

Er soll Kim und seine Frau zuvor eingeladen haben. Nach Abreise des nordkoreanischen Staatsoberhaupts bestätigte die chinesische Staatsagentur Xinhua den Besuch offiziell. (SPIEGEL ONLINE)

Was ist daran so besonders?

Der Besuch aus Nordkorea kommt überraschend: Kim Jong Un war zuvor noch nie im Ausland auf Staatsbesuch, seit er 2011 sein Amt übernommen hat. (ZDF heute) Die Beziehung zu China hat sich in den letzten Jahren verschlechtert: Nordkoreas Raketentests wurden von der chinesischen Regierung als Bedrohung empfunden. Bis zum jetzigen Treffen hatte Kim die Einladungen ins Nachbarland abgelehnt. (Faz)

Was hat Kim Jong Un zum Atomwaffen-Konflikt gesagt?

Der nordkoreanische Machthaber soll sich im Gespräch mit Xi Jinping zu seinem Atomwaffen- und Raketenprogramm geäußert haben: Er sei bereit, sich mit US-Präsident Donald Trump und dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae zu treffen. (tagesschau) Bei dem Besuch könnte Kim sich über die anstehenden Treffen mit China abgestimmt haben.

Die Frage der Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel kann gelöst werden, wenn Südkorea und die USA auf unsere Bemühungen mit Wohlwollen reagieren, eine Atmosphäre des Friedens und der Stabilität schaffen, während gleichzeitig progressive und synchrone Schritte in Richtung des Friedens ergriffen werden.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un

Wie geht es jetzt weiter?

Anfang März hat US-Präsident Trump Kim Jong Un zu Gesprächen über die nordkoreanische Atompolitik eingeladen, jedoch ohne Lockerung der Sanktionen gegenüber dem Land. (SPIEGEL ONLINE)

Bisher ist bekannt, dass das Treffen zwischen Nord- und Südkorea im April stattfinden soll, im Mai sollen die Gespräche mit Trump folgen. (tagesschau) Die Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete das geplante Treffen als "Hoffnungsschimmer", eine Entspannung im Atomkonflikt fände sie "wunderbar". (Tagesspiegel)


Trip

Warum alleine Reisen das Beste ist, was mir je passiert ist

An einem Donnerstagmorgen am Flughafen JFK (New York City) wird mir zum ersten Mal richtig klar: Ich werde für acht Wochen alleine seinAm anderen Ende der Welt. In Australien und Asien. Ohne Freunde. Ohne Familie. Mein Anschlussflug nach Sydney hatte Verspätung, und während ich wartete, spürte ich sie: Angst. Aufregung. Und zwei kleine Tränen, die mir die Wange herunter laufen. 

Ich hatte viereinhalb Jahre keinen Urlaub gemacht. Und ich war immer von Freunden umgeben. 

Bis ich für drei Monate beruflich alleine in einer anderen Stadt war. Von meinem Freund frisch getrennt. Ich genoss die Freiheit und vor allem die Anonymität der Fremde in vollen Zügen. Ich war auf einmal bereit, die Welt zu sehen. Und zwar alleine.