Bild: dpa
5.000 Kilometer in die falsche Richtung

Mit einem Flugzeugträger und weiteren Kriegsschiffen wollte die US-Regierung Nordkoreas Diktator Kim Jong Un einschüchtern – weil er schon wieder mit Raketentests provoziert hatte. (bento)

Vor mehr als einer Woche verkündete die US-Marine, dass die Flotte in Richtung Korea losgefahren sei. Doch jetzt kam heraus, dass der Flugzeugträger tagelang genau in die andere Richtung fuhr – nach Australien! Den Beweis für die Panne lieferte die US-Marine selbst, indem sie Fotos veröffentlichte, die das Schiff rund 5.600 Kilometer südlich seines angeblichen Zielortes zeigten. (New York Times)

Wie kam es zu der Panne?

Offenbar hatte das Pazifikkommando der Vereinigten Staaten (United States Pacific Command) zu früh den Start des Schiffes verkündet. Daraufhin kündigten Verteidigungsminister Mattis und US-Präsident Trump die Aktion öffentlich an und drohten Nordkorea indirekt mit einem Militärschlag.

Schuld sind also nicht die fehlenden Geographiekenntnisse der Beteiligten, sondern fehlende Abstimmungen zwischen Weißem Haus und US-Verteidigungsministerium.

Wir schicken eine Armada. Sehr mächtig.
US-Präsident Donald Trump

Allerdings war die U.S.S. Carl Vinson zu diesem Zeitpunkt noch für ein Militärmanöver vor der Küste Australiens eingeplant – zu dem es dann auch offensichtlich noch fuhr. Ein Pentagon-Mitarbeiter sagte nun, das Schiff werde sich "innerhalb von 24 Stunden" auf den Weg in Richtung Nordkorea machen. Schon in der kommenden Woche soll es dann wirklich dort sein. (Spiegel Online)

Warum schicken die USA überhaupt Schiffe nach Nordkorea?

Mit den Kriegsschiffen reagieren die USA auf das Atomprogramm Nordkoreas. In den vergangenen Wochen hatte das Regime in Pjöngjang immer wieder Raketen testen lassen, die im Ernstfall auch Atomwaffen tragen könnten. Zudem fürchten viele Beobachter, dass es schon naher Zukunft eine weitere Provokation geben könnte.

Mehr zum Thema auf bento:


Today

"Das Referendum ist kein Grund, nicht mehr in die Türkei zu reisen!"

Das Osterwochenende wurde vor allem bestimmt von einem Thema: Der türkische Präsident Erdogan hat sein Referendum gewonnen, die Türkei wird nun zu einem Präsidialsystem. (bento) Die Befürworter feiern, die Kritiker sind besorgt. 

Doch anstatt sich in verschiedene Lager aufzuspalten sollten die Menschen gerade jetzt miteinander sprechen

Den ganzen Kommentar gibt's oben im Video.