Bild: Julian Stratenschulte/dpa
Womöglich hatten sie es auf die Prüfungsaufgaben abgesehen.

Was ist passiert?

Weil in ein niedersächsisches Gymnasium eingebrochen wurde, brauchten viele Schulen in Deutschland in aller Eile neue Aufgaben für das Mathe-Abitur. In Baden-Württemberg ist es deshalb zu Verspätungen gekommen. Laut dem zuständigen Kultusministerium konnte die Prüfung erst um 9 Uhr starten und nicht wie geplant bereits um 8.30 Uhr.

Wie sind die Einbrecher vorgegangen?

  • Der Einbruch ereignete sich demnach in der Nacht vom 29. auf den 30. April.
  • Wie der "Münchner Merkur" berichtet, wurde dabei auch ein Schultresor geknackt.
  • Laut dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) konnte nicht ausgeschlossen werden, dass auch Prüfungsaufgaben bekannt geworden seien.
  • Das Land Niedersachsen habe daher einen Austausch der Aufgaben vorgenommen. 

Warum sind so viele Schulen von diesem Einbruch betroffen?

Da die Aufgaben aus dem länderübergreifenden IQB-Aufgabenpool stammen, ist davon auszugehen, dass die Mehrzahl der Bundesländer ebenfalls betroffen ist, hieß es vom IQB. Laut "Münchner Merkur" musste der Austausch bundesweit angeordnet werden, weil ein Teil der Aufgaben bundesweit gleich ist.

Die Ersatzaufgaben bekamen die Schulen teilweise bereits am Montag zugeschickt – allerdings nur verschlüsselt. Am Mittwochmorgen erhielten die Schulleiter online auch das zugehörige Passwort, mit dem sie die Prüfungen öffnen und ausdrucken konnten.

Laut dem baden-württembergischen Kultusministerium konnte so verhindert werden, dass der bundesweit einheitliche Termin für die Matheprüfung ganz verschoben werden muss.

Es ist nicht das erste Mal, dass Abi-Aufgaben geklaut werden. Bereits im vergangenen Jahr mussten deshalb die Aufgaben in Baden-Württemberg und einigen anderen Bundesländern in den Fächern Mathematik und Englisch ausgetauscht werden. Außerdem kursierten in diesem Jahr Realschul-Prüfungen bei WhatsApp.


Dieser Text ist zuerst auf SPIEGEL ONLINE erschienen.


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