Bild: dpa/Cristobal Venegas
Zwei Fragen und zwei Antworten zur aktuellen Lage

In Nicaragua stehen sich seit April demonstrierende Studierende und Schlägertrupps der Regierung feindlich gegenüber – die Demonstrantinnen und Demonstranten fordern den Rücktritt des Präsidenten Daniel Ortega, die Regierung will das verhindern. (bento

Die Proteste forderten in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche Opfer – über die genaue Anzahl streiten sich derzeit Regierung, Wahrheitskommission und Menschenrechtsgruppen.

Von wie vielen Toten ist die Rede?

Laut Wahrheitskommission des Parlaments, der überwiegend Regierungsanhängern angehören, sollen seit Mitte April 265 Menschen gestorben sein, Menschenrechtsorganisationen sprechen von mehr als 450 Toten – die Regierung erkennt nur 195 Tote offiziell an. 

Wahrheitskommission

Die Kommission wurde im Mai vom Parlament zur Untersuchung der Todesfälle eingesetzt. Gegner Ortegas kritisierten die Kommission jedoch, weil fünf Mitglieder des Gremiums der Regierung nahestehen. Ortega kündigte daraufhin die Bildung einer zweiten, unabhängigen Wahrheitskommission an. (ZEIT ONLINE)

Warum fordern die Menschen in Nicaragua den Rücktritt des Präsidenten?

Die Bürger werfen dem derzeitigen Regime Korruption und schlechtes Haushalten vor. Zum Beispiel sollen hohe Beträge von Entwicklungshilfen aus Venezuela veruntreut worden sein. Daniel Ortega wird immer häufiger vorgeworfen, sich und seine Familie durch seine Machtposition im Land zu bereichern. (bento)

So protestieren die Menschen in Nicaragua:

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Wie geht es jetzt weiter?

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat eine Arbeitsgruppe gegründet, um an einer friedlichen Lösung des Konflikts in Nicaragua zu arbeiten. "Wir haben einem Mechanismus zugestimmt, der die Annäherung und die Suche nach Wegen zum Frieden in Nicaragua ermöglicht", sagte der chilenische OAS-Botschafter Hernán Salinas

Mit Material von dpa


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