Bild: dpa/Bobby Corrigan
Die Ninja Turtles bekommen langsam Konkurrenz.

New York hat viele Wahrzeichen: die Brooklyn Bridge, das Empire State Building oder den Times Square. Ein etwas weniger beliebtes Wahrzeichen sind die Ratten, die sich insbesondere für Fahrgäste der New Yorker U-Bahn zum Problem entwickelt haben. Eigentlich sollten Schädlingsbekämpfer das Problem lösen, sie scheitern jedoch regelmäßig daran. (SPIEGEL ONLINE)

Deshalb setzen viele im Kampf gegen Ratten auf Katzen.

Doch auch die scheinen keine besonders große Hilfe zu sein. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer Studie des Biologen Michael Parsons. Für die Studie wollte Parsons ursprünglich eine Rattenkolonie beobachten, die in einer New Yorker Müll-Recyclinganlage lebt. Irgendwann machten ihm mehrere Katzen, die auf das Testgelände eindrangen, einen Strich durch die Rechnung und er entschied sich dafür, stattdessen den Einfluss von Katzen auf Ratten zu studieren. (Citylab)

Zu welchem Ergebnis kam Parsons?

In fünf Monaten töteten die Katzen nur zwei Ratten, so Parsons. In der Kolonie lebten aber rund 150 Ratten. Die Überwachungskameras, die Parsons für seine Studie installierte, nahmen 20 Beobachtungsversuche und einen fehlgeschlagenen Tötungsversuch durch die Katzen auf. Parsons Studie bestätigte also die bisherigen Annahmen von Experten, die der Meinung sind, dass Katzen im Umgang mit Stadtratten nicht gut seien. 

Ratten sind nunmal keine Mäuse.

Katzen seien zwar gut darin, Mäuse zu jagen – ausgewachsene Ratten sind jedoch zehnmal so groß wie Mäuse. "Sobald Ratten eine bestimmte Größe erreicht haben, ignorieren Ratten Katzen und Katzen ignorieren sie", sagt Gregory Glass, Professor an der University of Florida. (Citylab)



Tech

Hacker-Angriff auf Facebook – fast 50 Millionen Accounts übernommen
Facebook hat den Hack eingeräumt

Was ist passiert?

Unbekannte haben fast 50 Millionen Facebook-Accounts gehackt. Das teilte Facebook am Freitag mit. Es sei noch unklar, ob sich die Angreifer Zugang zu Informationen der betroffenen Facebook-Konten verschafft haben. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass private Nachrichten der Nutzer abgerufen worden seien, sagte Gründer und Chef Mark Zuckerberg in einer eilig einberufenen Telefonkonferenz. "Wir wissen nicht, wer hinter dieser Attacke steckt", räumte er ein.

Wie sind die Hacker vorgegangen?

Die Angreifer hätten eine Sicherheitslücke in der Funktion ausgenutzt, mit der Facebook-Mitglieder sich ihr Profil aus der Sicht anderer Nutzer anzeigen lassen können, erläuterte das Unternehmen.

Nach Erkenntnissen von Facebook sollen die Täter das "View as"-Feature ausgenutzt haben. Die Option erlaubt es Facebook-Nutzern, ihr Profil so zu betrachten, wie es eine andere Person (ein Freund oder ein Unbekannter) sehen würde. Diese Funktion sei vorerst abgeschaltet worden.

Die Schwachstelle erlaubte es ihnen demnach, die sogenannten Token zu übernehmen - eine Art Langzeitschlüssel, der auf einem Gerät gespeichert wird. Damit kann ein Nutzer schnell in sein Profil reinkommen, ohne jedes Mal ein Passwort eingeben zu müssen. Facebook stellte fest, dass rund 50 Millionen dieser Token gestohlen wurden. Theoretisch könnten sich die Angreifer damit vollen Zugang zu den betroffenen Profilen verschaffen.

Wie hat Facebook reagiert?

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben die Schwachstelle behoben und die Behörden informiert. Wegen der Sicherheitsmaßnahmen seien insgesamt 90 Millionen Menschen aus ihren Accounts ausgeloggt wurden. Sie müssten sich nun erneut einloggen, anschließend bekämen sie eine Benachrichtigung, die erklärt, was passiert sei.

Die Attacke kommt zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt für das Online-Netzwerk. Facebook hat immer noch mit den Auswirkungen des Datenskandals um Cambridge Analytica zu kämpfen. Mehr als zwei Milliarden Menschen nutzen Facebook jeden Monat. Ihnen hatte Marc Zuckerberg vor ein paar Monaten noch diesen Satz zugerufen: