Bilanz: ein gebrochenes Bein, kaputte Zähne, Prellungen und ein kaputter Knöchel.

Wenn im Kino Menschen gegen Affen kämpfen, ist das meist ein großes Spektakel. Seit 85 Jahren klettert King Kong Remake für Remake die Hochhäuser in New York hinauf. Doch obwohl der Affe in den Filmen meist so groß wie ein Einfamilienhaus auf Long Island ist, endet die Geschichte immer gleich: Affe verliert, Mensch gewinnt.

In Neuseeland hat sich jetzt genau das Gegenteil von "King Kong" ereignet: Großer Mensch kämpft gegen kleine Affen – und verliert. 

Die Bilanz: ein gebrochenes Bein, kaputte Zähne, Prellungen und ein verstauchter Knöchel.

Doch von vorn: Eigentlich, sagt John Owen Casford, 23, wollte er seiner Freundin nur eine Freude machen, als er irgendwann im April beschloss, nachts in den Zoo von Wellington einzubrechen. (NZ Herald)

Sein Zustand nach eigener Aussage: "high as a kite" – also völlig bekifft

Vielleicht klappte es deshalb nicht. 

Vielleicht war es aber auch einfach schon so eine ziemlich dumme Idee, ein Totenkopfäffchen entführen zu wollen. 

Was genau im Zoo passierte, konnte auch bei der kürzlich anberaumten Gerichtsverhandlung nicht mehr ganz geklärt werden. Klar ist nur, dass der 23-Jährige zwei Schlösser zum Affengehege aufbrach und den Käfig am Ende der Nacht als Einziger wieder verließ – ohne ein Totenkopf-Äffchen, dafür aber mit zahlreichen Verletzungen. 

In der Verhandlung fasste Richter Bill Hastings die Ereignisse der Nacht so zusammen:

Ich weiß nicht, was im Gehege passiert ist. Nur Sie und die Totenkopfaffen wissen das. Ich weiß allerdings, dass bei Tagesanbruch alle Affen verstört und zwei verletzt waren. Sie hatten ein gebrochenes Bein, zwei kaputte Zähne, einen verstauchten Knöchel und Prellungen.
Richter

Casford sagt, dass er sich vermutlich das Bein brach, als er über einen Zaun sprang. Dass er davor noch mit den etwa 30 Zentimeter großen Affen gekämpft haben muss, zeigen die Spuren im Gehege.

Mehrere Äffchen waren leicht verletzt, ein Tier soll noch monatelang unter dem Stress gelitten haben. Doch offensichtlich setzten sie sich gegen den Eindringling durch. 

Dass die Affen sich gegen Menschen gut behaupten können, sorgte schon in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen, auch in Deutschland:

Im Zoo Leipzig bissen Totenkopfäffchen in den ersten sechs Monaten nach der Eröffnung eines Tropenhauses 160 Menschen in die Finger. ("Bild")

Die Tiere gelten als gute Kletterkünstler und organisieren sich gemeinsam in größeren Gruppen. 

Dieses Verhalten wurde vermutlich auch dem neuseeländischen Romantik-Einbrecher zum Verhängnis. 

Am Ende der Verhandlung hatte der 23-Jährige allerdings noch ganz andere Probleme: Denn wegen zusätzlicher Delikte wie Angriffen auf Sicherheitsbeamte und einen Kioskbetreiber wurde er zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt.

Vielleicht hätte er seiner Freundin mehr imponiert, wenn er mit ihr ins Kino gegangen wäre.


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