Bild: Friso Gentsch/dpa
In den USA gibt es ein neues Modell

Ein Kinobesuch kann ziemlich teuer werden. Mit Überlänge, 3D und Popcorn kostet ein Abend für zwei locker mehr als 20 Euro. Ein Streaming-Abo, zum Beispiel bei Netflix, ist deutlich billiger – und geht für einen ganzen Monat.

Mitch Lowe, einer der Gründer von Netflix, will nun beides vereinen. Seine neue Firma MoviePass bietet in den USA Kino-Abos an (ABC).

Für 10 Dollar monatlich kann man einmal am Tag ins Kino. 
  • Die Gebühr gilt für normale Vorstellungen, 3D und Imax sind nicht inklusive. 
  • Aktuell sind laut MoviePass 91 Prozent aller Kinos in den USA dabei.
  • Als das neue 10-Dollar-Angebot am Dienstag auf den Markt, stürzte die Seite der Firma erst mal ab (The Hollywood Reporter).

Das MoviePass-Team jubelt: Jeder verstehe Abo-Angebote wie Spotify oder Netflix, sagt Ted Farnsworth, der an MoviePass beteiligt ist, "gerade Millennials. Die wachsen in einer Abo-Welt auf". (Quartz)

Kinobetreiber sind weniger begeistert: Das Preisdumping würde den normalen Ticketpreisen schaden. Außerdem gehen sowieso schon weniger Besucher ins Kino, seit es Netflix, Amazon und andere Streamingdienste gibt.

MoviePass zahlt die fehlenden Kosten je Ticket an die Kinos. Das Modell soll funktionieren, weil die Firma hofft, dass mehr Kunden Abos kaufen als dann tatsächlich täglich ins Kino zu gehen. 

In Deutschland gibt es solch ein vergleichbares Modell noch nicht. 

Hier kannst du nur je nach Kinokette Abos kaufen. UCI bietet zum Beispiel eine Monatskarte für 22,50 Euro, Cinemaxx hat eine Jahreskarte, die runter gerechnet 33,25 Euro pro Monat kostet.

So hat sich der Kinopreis in Deutschland entwickelt:

(Bild: Statista)


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