Bild: dpa/Bernd Kubisch
Was ist passiert?

Weil sie als unrein gelten, werden Frauen in einigen Teilen von Nepal während ihrer Periode in Kuhställe verbannt. Dieser alte Brauch wird nun unter Strafe gestellt. Das Parlament verabschiedete am Donnerstag ein Gesetz, das dafür drei Monate Gefängnis sowie eine Geldstrafe von 3000 Rupien (umgerechnet 25 Euro) vorsieht. (FAZ)

Warum ist das wichtig?

Menstruierende Frauen werden von Teilen der konservativen Hindus als unrein betrachtet – und dürfen in dieser Zeit keinen Kontakt zu anderen Menschen haben. Dem "Chhaupadi" genannten Brauch zufolge müssen sie deshalb während ihrer Periode vier Tage lang an weit vom Haus entfernten Orten leben – etwa in Kuhställen. 

In den vergangenen Jahren sind nach Angaben von Frauenrechtlern mehr als zehn Frauen während ihrer Verbannung verstorben – weil sie entweder erfroren, von Schlangen gebissen wurden oder verblutet sind. 

Wie geht es jetzt weiter?

Das Gesetz mit den verschärften Strafen wird erst nach einer Vorbereitungszeit von einem Jahr in Kraft treten. Die Begründung: Es handele sich um eine tief verwurzelte Tradition in Teilen von Nepal. Der Brauch war schon 2005 vom Verfassungsgericht verboten worden – vor allem im Westen des Landes wird er aber nach wie vor praktiziert.


Art

Erkennst du berühmte Maler an ihren Selbstportraits?

Wenn dem Maler nichts mehr einfällt, schaut er in den Spiegel – und entdeckt sich selbst. Fast alle großen Künstler haben Selbstportraits von sich angefertigt. Oder sich auch mal augenzwinkernd ins Bild geschummelt. 

Und meist sind die Selbstbildnisse auch im typischen Stil des Malers.

Salvadore Dalí malt sich zum Beispiel als surreal zerfließenden Wachsklumpen mit einem Streifen Speck, Claude Monet hingegen tupft sich aus sanften Pastelltönen zusammen.