Bild: dpa/Bodo Schackow

Was ist passiert?

In knapp zwei Wochen ist im ostsächsischen Ostritz ein Neonazi-Festival geplant. Der Auftakt soll am 20. April – Hitlers Geburtstag – stattfinden. Jetzt haben sich aber 40 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen aus der Region zusammengeschlossen, um das Rechtskonzert zu verhindern

Wie begründen sie das?

In einer öffentlichen Erklärung betonen die Kommunalpolitiker: 

"Wir wollen und wir brauchen in der Oberlausitz kein rechtsextremes Festival! Nicht in Ostritz, nicht anderswo! Wer Menschenrechte infrage stellt, Bezüge zu einem verbrecherischen System herstellt, wer Demokratie und Pluralismus bekämpft - der ist hier nicht willkommen, dem soll unsere Region kein Zuhause werden."
  • Die Stadt- und Gemeindevertreter erinnern in ihrer Erklärung an die Friedliche Revolution von 1989, in der gegen das DDR-Regime protestiert wurde. 
"Es ging um nicht weniger als die Wiederherstellung der Menschenrechte für unsere Bevölkerung."
Oberlausitzer Erklärung der Bürgermeister und Bürgermeisterinnen
  • Die "Oberlausitzer Erklärung" erreichte auch den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) , der sich im Landkreis Görlitz aufhielt. Der Regierungschef hatte bereits vor dem Zusammenschluss der Bürgermeister dazu aufgefordert, etwas gegen das geplante Rechtsrock-Konzert zu unternehmen. 

Erst im vergangenen Jahr sorgte ein Neonazi-Festival in Themar für Aufregung. Bei einigen der Bands wurden Ermittlungen wegen Volksverhetzung und "Sieg-Heil"-Rufen eingeleitet (MDR Thüringen). Zu dem Konzert in Ostritz werden bisher 800 Teilnehmer erwartet. 

Mit Material von dpa.


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Christoph, 28, fragt: