Bild: Peter Macdiarmid/Getty Images
"Wie Pflaster auf einen gebrochenen Knochen."

Wenn im April Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School von ihren Frühlingsferien zurückkehren, können sie nicht mehr mit einem gewöhnlichen Rucksack zur Schule gehen. Stattdessen müssen sie aus Sicherheitsgründen durchsichtige Rucksäcke tragen, die ihnen von der Schule zur Verfügung gestellt werden. (The Hill

An der Highschool in Parkland hatte ein 19-Jähriger ein Massaker angerichtet, die Schüler setzen sich seitdem für strengere Waffenkontrollen in den USA ein.

Statt der schärferen Waffengesetze gibt es also: Rucksäcke.

Was ist in Parkland passiert?

Ein 19-Jähriger hatte am 14. Februar 17 Menschen erschossen, darunter zahlreiche Schülerinnen und Schüler. Der Schütze wurde festgenommen. Er hatte die Waffen legal gekauft, obwohl bekannt war, dass er seit langer Zeit psychische Probleme hatte und verhaltensauffällig war.

Neben den durchsichtigen Rucksäcken sollen Metalldetektoren zum Einsatz kommen, außerdem soll im ganzen Schulbezirk zusätzliches Sicherheitspersonal eingesetzt werden. 

Rund 8,5 Millionen Dollar gibt Florida dafür aus, weitere 6 Millionen fließen in die psychische Versorgung an den Schulen. Doch die Schüler der betroffenen Schule sind davon wenig begeistert. (Buzzfeed)

Die Schüler fordern seit Wochen stattdessen striktere Waffengesetze.

Diese Schülerin bringt es auf den Punkt:

"Schüler zwingen, durchsichtige Rucksäcke zu tragen ist wie Pflaster auf einen gebrochenen Knochen kleben."

Eingeführt werden die neuen Maßnahmen nach mehreren neuen Vorfällen an der Schule: 

  • Der adoptierte Bruder des Amokläufers wurde beim Skateboarden auf dem Campus festgenommen
  • Außerdem wurde ein Polizist suspendiert, nachdem er im Dienst in seinem Wagen auf dem Campus geschlafen hatte. 
  • Bei zwei Schülern wurden zudem Messer gefunden – auch sie wurden festgenommen. (CNN, The Hill)

Seit dem Massaker im Februar hat sich eine riesige Bewegung gegen Waffengewalt gebildet, angeführt von Überlebenden der Highschool in Parkland. 

Am Samstag gipfeln die Proteste beim "March for Our Lives" in der Hauptstadt Washington. Erwartet werden 500.000 Teilnehmer, auch Prominente wie Jimmy Fallon, Miley Cyrus oder George Clooney wollen mitlaufen:


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