Bild: Tobias Hase/dpa

Wenn es deutsche Tugenden gibt, dann gehört der Rolltreppen-Grundsatz "Rechts stehen, links gehen" dazu. Wer nicht kann oder will, stellt sich rechts hin und fährt entspannt nach oben. Wer es eilig hat, hat links eine "Überholspur".

Das Prinzip orientiert sich am deutschen Rechtsfahrgebot – und Menschen, die auf einer Rolltreppe links stehen, werden von Überholern ähnlich verflucht wie Autofahrer, die dauerhaft auf der Mittelspur fahren.

Nun rütteln die Münchner Verkehrsbetriebe MVG an diesem Prinzip – und wollen, dass alle auf der Rolltreppe stehenbleiben.

Am Münchner Hauptbahnhof gibt es nämlich derzeit Bauarbeiten. Bis zum 1. September ist ein Übergang zwischen den Linien U1/U2 und U4/U5 gesperrt – die Linien liegen jeweils auf verschiedenen Stockwerken. Zwei 33 Jahre alte Rolltreppen zwischen diesen Stockwerken werden nun saniert. (MVG)

Passagiere müssen daher auf die übrigen Rolltreppen ausweichen. Um das entspannter zu gestalten, gibt es nun die neue Nutzungsempfehlung, bestätigt MVG-Sprecher Matthias Korte gegenüber bento.

Wir haben genauso viele Fahrgäste wie vorher, aber zwei Rolltreppen weniger – entsprechend chaotischer wird es in den Stoßzeiten.
Matthias Korte

Also wurden an den Rolltreppen Aufkleber angebracht, die empfehlen: "Links und rechts stehen, nicht gehen!"

(Bild: MVG)
Die Hoffnung: Wenn alle weniger drängeln, kommen alle insgesamt schneller voran.

Das Ganze sei aber keine Regel, betont Korte, sondern nur ein Appell. "Allerdings schauen wir uns genau an, wie gut es im kommenden Monat funktioniert." Wenn sich zeigt, dass die Sprinter auf der linken Seite sich zurücknehmen und es am Eingang zur Rolltreppe so weniger Stau gibt – dann könne das Modell dauerhaft umgesetzt werden.

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Gerechtigkeit

Trump macht jetzt eigene "Real News" – moderiert von seiner Schwiegertochter
Die Sendung erinnert an eine Lobeshymne auf Autokraten.

US-Präsident Donald Trump hat ein Problem mit der Presse. Viele Zeitungen und Fernsehsender würden zu negativ über ihn berichten, zu kritische Fragen stellen und überhaupt alles immer nur schlecht machen. Sie sind für ihn daher "Fake News" – selbst, wenn sie eigentlich nichts anderes machen, als Trumps Lügen aufzudecken.

Nun hat Trump auf Facebook einen eigenen "realen" News-Kanal gestartet – in dem alles geschönt ist.

Am Sonntag erschien die erste Folge, moderiert von Trumps Schwiegertochter Lara Trump. Wöchentlich soll es neue Updates geben.