Drei Städte, drei starke Zeichen

Zum Tag der Deutschen Einheit haben Tausende in ganz Deutschland gegen Rechts demonstriert. Die größten Kundgebungen gab es in München und Mannheim. In Berlin wurden eine Million Besucher zum Einheitsfest erwartet. Ein Überblick:

Mannheim

"Diese Demonstration macht mich als Mannheimer stolz", sagte Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) bei seiner Rede. Laut Polizei waren mehr als 9000 Menschen gekommen. Der Umzug endete auf dem Ehrenhof des Mannheimer Schlosses mit einigen Reden. (Mannheimer Morgen)

Aufgerufen hatte unter anderem die evangelische Kirche. Zum Auftakt sagte Dekan Ralph Hartmann: "Wir sind alle unterschiedlich, aber wir stehen gemeinsam für Demokratie und Menschlichkeit."

Auslöser waren die Vorfälle in Chemnitz, bei denen Ausländer angegriffen wurden und ein rechter Mob durch die Stadt gezogen war. Man wolle deutlich machen, dass ein friedliches Miteinander nicht selbstverständlich sei und dass es sich lohne, die Demokratie zu schützen, hieß es in dem Demo-Aufruf.

München

(Bild: Lino Mirgeler/dpa )

In München kamen sogar Zehntausende zusammen. Die Polizei sprach von rund 21.000 Teilnehmerinnen, die Veranstalter von 40.000 Teilnehmern. Das Motto der Veranstaltung: "Jetzt gilt's! - Gemeinsam gegen die Politik der Angst". 

Auf den Bildern ist ein Fahnenmeer zu sehen, außerdem Hunderte Plakate. Sie attackierten auch CSU-Chef Seehofer und Ministerpräsident Markus Söder. "Ausgsödert is" oder "ausgseehofert is" war zu lesen. 

Neben dem Protest gegen Rechts ging es auch um Kritik an der Verschärfung des Polizeiaufgabengesetzes in Bayern. Künftig kann die Polizei in Bayern bereits ohne konkreten Verdacht auf eine geplante Straftat Menschen überwachen, DNA-Proben nehmen und Onlinedurchsuchungen vornehmen. 

Aufgerufen zu der Demo hatten das Bündnis gegen das bayerische Polizeiaufgabengesetz (noPAG) sowie die Organisatoren der #ausgehetzt-Demonstration Ende Juli. Damals hatten mehrere Zehntausend Menschen gegen rechte Hetze, Gewalt und Hass demonstriert. (bento)

Berlin

(Bild: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa )

Die Hauptstadt rechnete von Montag bis Mittwoch mit Hunderttausenden Besuchern auf dem Einheitsfest. In diesem Jahr richtete Berlin die zentralen Feierlichkeiten aus.

Auf dem Bürgerfest rund um das Brandenburger Tor und den Reichstag stellten sich die Bundesländer vor, es gab Konzerte und Diskussionsrunden. Auch an anderen Orten in der Stadt gab kleinere Kundegbungen. Der hieß dann zum Beispiel: "Protest gegen den Nazi-Aufmarsch durch unseren Kiez!" vom Berliner Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin teil.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte während der Feierlichkeiten: "Das Wichtigste ist, dass die Gesellschaft mit sich selbst ins Gespräch kommt." Es gelte, sie zusammenzuhalten.

Mit Material von dpa


Today

Die Polizei sucht Verdächtigen bei Facebook – und alle denken, es ist Eminem

Rochester ist eine kleine Stadt mit ungefähr 30.000 Einwohnern im US-Bundesstaat New Hampshire. Ein Posting der örtlichen Polizei ist vor einigen Tagen viral gegangen – der Grund dafür, ist das Foto eines Verdächtigen. Sie veröffentlichten die unscharfe Aufnahme und schrieben dazu, dass sie "auf der Suche nach einer männlichen Person wegen Hausfriedensbruchs" seien. 

Hier ist ein Screenshot des Postings: