Die irakische Armee und ihre Verbündeten greifen die Stadt Mossul an, die letzte verbliebene Hochburg des "Islamischen Staates" im Irak. Zwischen 4000 bis 8000 Dschihadisten und bis zu 1,5 Millionen Einwohner werden in Mossul vermutet. (BBC)

Der "Islamische Staat" hatte die Millionenstadt vor knapp zweieinhalb Jahren überfallen und unter seine Kontrolle gebracht. Damals sollen rund 30.000 irakische Soldaten vor 800 IS-Kämpfern geflohen sein.

Weil Mossul für den IS so wichtig ist, erwartet die irakische Armee heftigen Widerstand. Die zivile Bevölkerung wurde mit Flugblättern aufgefordert, sich zu Hause zu verschanzen.

Eine internationale Koalition unter Führung der USA fliegt Luftangriffe auf den IS. Beteiligt an dem Angriff sind auch die kurdischen Peschmerga-Kämpfer und schiitische Milizen, die aber jeweils nicht selbst in die Stadt einrücken sollen.

Die ersten Bilder des Angriffs gibt es nicht nur von Journalisten, sondern auch von den Kriegsparteien selbst. Die kurdischen Kämpfer zeigen ihn zum Beispiel in einem durchgestylten Instagram-Account:

In den kommenden Tagen wird es eine Vielzahl von Bildern geben, die direkt von Peschmerga-Kämpfern in soziale Netzwerke gestreut werden – und sich die sich kaum von den Bildern der Foto-Journalisten unterscheiden werden, die mit den Kämpfern unterwegs sind.

Einen wichtigen Unterschied gibt es aber: Die Journalisten zeigen, was sie sehen und für wichtig halten. Die Kämpfer zeigen nur, was die Welt von ihnen sehen soll.


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So sieht das Leben aus, wenn man es mit einer Gameboy-Kamera dokumentiert

Schemenhafte Silhouetten, undefinierbare Spiegelungen im Wasser, ein brauner Fleck, der wie ein Berg aussieht. Auf den ersten Blick lässt sich nicht sagen, ob die Fotografien von Jean-Jacques Calbayrac seine unmittelbare Umgebung abbilden, oder aus einem Gameboy-Spiel der Neunziger stammen.