Der Wecker klingelt. Draußen ist es dunkel. Und kalt. Noch einmal snoozen, bis der Tag anfängt. Bis wir zur Uni, zur Arbeit müssen. Aber was passiert in der kurzen Zeit zwischen dem Aufstehen und Nach-draußen-gehen? Was machen wir, bevor wir uns der Außenwelt präsentieren? 

Es gibt Morgenmenschen, die diese Zeit genießen, extra früher aufstehen, um in Ruhe Kaffee zu trinken, zu duschen und sich zu pflegen. Und es gibt Morgenmuffel, die sich in kurzer Zeit hektisch ihre Kleidung überwerfen und nur schnell die Zähne putzen. 

Wir haben vier Menschen aus dem Bett geklingelt, sie vor und nach ihrer Morgenroutine fotografiert und mit ihnen gesprochen. 

Was bedeuten diese Minuten oder Stunden morgens für euch? Wie verändert es euer Auftreten und Selbstbewusstsein, euch morgens Zeit für euch zu nehmen? 

Mohamed, 24

Wischen, um die Veränderung zu sehen. 

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Ich bin professioneller Tänzer und trainiere täglich. Momentan stehe ich um acht Uhr auf und um neun Uhr beginnt mein Training. Obwohl ich das Haus verlasse, um Sport zu machen, dusche ich jeden Morgen. Am Ende kalt, um wach zu werden, und meinen Kreislauf in Schwung zu bringen. Danach putze ich meine Zähne und benutze Tagescreme. 

Auf dem Weg zum Tanzstudio trage ich normale Kleidung und ziehe mich dort wieder um. Am Vormittag trainiere ich zwei Stunden und erst danach frühstücke ich ein Brötchen, direkt nach dem Aufstehen habe ich keinen Hunger. 

Mir ist es wichtig, morgens zu duschen und mich anzuziehen. So starte ich motiviert in den Tag. Wenn ich direkt nach dem Aufstehen meine Trainingskleidung anziehen würde, würde mir die Trennung zwischen meinem Beruf und meiner Freizeit fehlen. So werde ich erst im Tanzstudio zum Tänzer.

Katja, 21

1/12

Da ich Studentin bin, muss ich zu unterschiedlichen Zeiten aufstehen und habe keine feste Morgenroutine. Wenn es passt, gehe ich duschen, ansonsten wasche ich mich einfach kurz. Ich putze meine Zähne, kämme mich und je nachdem, was ich für den Tag geplant habe, schminke ich mich auch ganz gern. Es macht mir Spaß und ich fühle mich schicker. 

Ich betone meine Augen und decke Unreinheiten ab, aber ich mag es nicht, Make-up im gesamten Gesicht aufzutragen, weil ich mich dann angemalt und unnatürlich fühle. Dafür stehe ich auf knallige Haarfarben und habe schon so gut wie jede Farbe ausprobiert. Dabei geht es mir nicht darum, aufzufallen – ich gefalle mir einfach mit bunten Haaren. 

Leon, 24

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Ich arbeite als Hair- und Beautystylist, deshalb interessiere ich mich sehr für Pflegeprodukte und lege Wert auf mein eigenes Aussehen. Nach dem Aufstehen wasche ich mein Gesicht und putze meine Zähne, benutze Deo und Tagescreme. Morgens zu duschen mag ich nicht, das ist mir zu kalt und ich mache es lieber abends. Für mein Haarstyling mache ich meine Haare morgens nass, gele sie und benutze Haarspray. Danach trage ich Make-up, Concealer, Bronzer und Lipgloss auf.

Vor zwei Jahren wäre ich niemals ungeschminkt aus dem Haus gegangen, mittlerweile habe ich damit kein Problem mehr. Aber ich fühle mich wohler, wenn ich mein Aussehen optimiert habe. Ich verstehe nicht, wieso sich in unserer Gesellschaft hauptsächlich Frauen schminken. Auch Männer haben Hautunreinheiten und Augenringe, warum sollten sie die nicht kaschieren dürfen? 

Manchmal trage ich Frauenparfum auf, einfach, weil ich den Duft mag. Dabei geht es mir nicht darum, weiblich zu wirken. Ich habe Spaß daran und verstehe die Kategorisierung in Männer- und Frauenprodukte nicht.

Devina, 23

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Heute war mein Wecker auf halb zehn gestellt, aber ich bin kurz davor von allein aufgewacht. Ich studiere und stehe abhängig vom Stundenplan zu unterschiedlichen Zeiten auf. Ich dusche jeden Morgen, manchmal ohne meine Haare zu waschen. Tage, an denen ich es nicht schaffe zu duschen, werden meist schlechte Tage. Dann habe ich verschlafen, bin verkatert oder mir geht es einfach nicht gut. 

Für einen richtig guten Start in den Tag gehört für mich das Duschen also dazu. Dann putze ich meine Zähne, benutze Tagescreme, föhne mich und ziehe mich an. Auch das Schminken ist mir wichtig: Ich betone meine Augenbrauen und benutze häufig Wimperntusche. Manchmal lasse ich die Wimperntusche weg, aber ohne meine Augenbrauen nachzuzeichnen, gehe ich nicht aus dem Haus. Ich finde, sie geben meinem Gesicht mehr Ausdruck. 

Erst nachdem ich komplett fertig bin, setze ich mich hin, trinke meinen Kaffee und frühstücke. Nach dem Frühstück putze ich erneut meine Zähne, das gehört für mich irgendwie dazu. 

Alle Fotos: Annika Eliane Krause. Besuche ihr Portfolio oder ihre Webseite für Hochzeitsfotografie, um mehr über ihre Arbeit zu erfahren.

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Queer

"The L-Word" kommt zurück - so hat die Serie queere Frauen beeinflusst

The L-Word kommt zurück! Nach zehn Jahren erscheint Ende dieses Jahres eine neue Staffel der Serie. Sie soll aus acht Episoden bestehen und Ende 2019 ausgestrahl werden. Zusätzlich zu wiederkehrenden Charakteren soll es laut Showtime eine "neue Generation von LGBTQIA-Charakteren geben, die Liebe, Herzschmerz, Rückschläge und Erfolg in Los Angeles durchleben." (Buzzfeed News

Die Erfindering der Serie, Ilene Chaiken, wird die Serie produzieren, hauptverantwortlich soll allerdings Marja-Lewis Ryan sein. Ryan ist vor allem durch ihr Drehbuch für das LGBT-Drama "The Four-Faced Liar" bekannt geworden. Die Schauspielerinnen Jennifer Beals, Kate Moennig, and Leisha Hailey sollen außerdem als Produzentinnen an der Serie mitwirken.