Bild: dpa

Weil er jahrelang Hunderte Rehe und Hirsche tötete, wurde ein Mann in den USA zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Dem Gericht im US-Staat Missouri war das aber nicht genug. Als besondere Strafe muss der Verurteilte im Gefängnis jeden Monat "mindestens einmal" den Disney-Film "Bambi" gucken.

Was ist passiert?

Der 29-jährige David Berry Jr. hatte gemeinsam mit seinem Vater und zwei Brüdern gegen "eine Riesenliste" von Jagdgesetzen verstoßen. Nach den Schüssen auf die Tiere schnitten sie ihnen die Köpfe ab und ließen die Kadaver liegen. 

David Berry Jr.

(Bild: dpa/Lawerence County Sheriff)

"Das war keine Jagd, das war Wilderei", sagte Randy Doman, Leiter der Naturschutzbehörde in Missouri. "Wir sprechen von Hunderten illegal getöteten Rehen und Hirschen in den vergangenen drei Jahren." (NBC News

Der verantwortliche Richter ordnete zusätzlich zur einjährigen Haftstrafe an, dass der Mann einmal pro Monat den Film "Bambi" sehen muss. Der erste Termin ist kurz vor Heiligabend, am 23. Dezember. Randy Doman zeigte sich beeindruckt von der vom Richter verhängten Zusatzstrafe. Mit der Strafe wolle er die Taten des Verurteilten in einen größeren Zusammenhang stellen. 

Worum geht es in dem Film "Bambi" eigentlich?

Für diejenigen, die den Filmklassiker noch nie gesehen haben, eine kleine Zusammenfassung:

  • Die Mutter des kleinen Rehs Bambi wird von Jägern erschossen.
  • Bambi wächst mit seinem Vater auf und wird von seinen tierischen Freunden Klopfer und Blume begleitet.

Mit Material von dpa



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Ratte durchbeißt Kabel und legt ein ganzes Rathaus lahm
Heldin des Tages

Ob in New York oder in der Stuttgarter Universitätsbibliothek – Ratten haben 2018 zu ihrem Jahr gemacht. In New York sind sie mittlerweile so groß, dass sogar Katzen Angst vor ihnen haben, in Stuttgart haben sie fast 8000 Bücher mit Kot verseucht und zerstört.

Jetzt hat es eine andere Stadt getroffen: Marl

Am Wochenende sorgte eine Ratte für einen Kurzschluss inklusive Kabelbrand im Rathaus der nordrhein-westfälischen Stadt Marl. Das Vorgehen der Ratte – spektakulär. Wie die "Marler Zeitung" berichtet, kletterte die Ratte im Keller in einen Stromkasten, nagte einen Kabelbaum an und sorgte so für den Kurzschluss, der das gesamte Rathaus lahmlegte und für einen Feuerwehreinsatz sorgte. 

Es war aber ein kurzer Einsatz.

Nachdem der Keller kurz durchgelüftet wurde, rückten die Einsatzkräfte wieder ab. Die gute Nachricht für alle Beschäftigten: Da der angerichtete Schaden nicht sofort behoben werden konnte, musste das Rathaus am Montag geschlossen bleiben. Die schlechte Nachricht: Die Ratte überlebte den Kurzschluss nicht.