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Das Hamburger "Miniatur Wunderland" zieht jedes Jahr Tausende Besucherinnen und Besucher an. Nicht jede und jeder kann sich aber den Eintritt zu der berühmten Modelleisenbahn-Ausstellung leisten – deshalb hat das Unternehmen wie auch schon 2017 und 2018 angekündigt, im Januar freien Eintritt für Menschen, die sich einen Besuch nicht leisten können, anbieten zu wollen. 

Die Aktion läuft unter dem Namen: "Ich kann mir das nicht leisten."

An 22 Terminen im Januar soll der freie Eintritt angeboten werden. Das Angebot richte sich an jeden, "der sich wirklich einen Besuch nicht leisten kann, egal ob Sozialleistungsempfänger, Flüchtling, allein erziehende Mütter/ Väter, Obdachlose oder andere, die jeden Euro zwei Mal umdrehen müssen." 

"Jeder der wirklich der Meinung" sei, dass er oder sie sich einen Besuch im "Miniatur Wunderland" nicht leisten könne, "braucht an den unten genannten Terminen im Januar nur an der Kasse in beliebiger Sprache 'Ich kann mir das nicht leisten'" zu sagen, schrieben die Gründer Gerrit und Frederik Braun in einem Facebook-Beitrag

Im vergangenen Jahr gab es für die Aktion nicht nur Lob.

Obwohl die Gründer mit ihrer Aktion anderen Menschen helfen wollen, äußerte sich ein (ehemaliger) Besucher kritisch dazu. Er schrieb einen Hassbrief an das Wunderland, in dem er erklärte, dass er das "Miniatur Wunderland" nicht mehr besuchen wolle, weil sich dort auch Geflüchtete aufhielten. (bento)

Die Gerrit und Frederik Braun teilten den Brief und kritisierten den Verfasser. Es könne nicht sein, dass "negative Botschaften schnell und leicht 'rausgehauen' werden und zu wenig positive Antworten entgegengesetzt werden", schrieben sie damals und forderten:

Lasst uns gemeinsam Haltung für eine Welt zeigen, die wieder die Menschlichkeit in den Vordergrund stellt."
Gerrit und Frederik Braun

In diesem Jahr fallen die Reaktionen wesentlich besser aus.

Der Facebook-Beitrag wurde innerhalb kurzer Zeit rund 11.000 Mal geteilt, zahlreiche Besucherinnen und Besucher boten außerdem an, selber Tickets spendieren oder Mitfahrgelegenheiten anbieten zu wollen.

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