Bild: Evan Agostini/Invision/AP/dpa
Sie ist erst 14 Jahre alt

Die Schauspielerin Millie Bobby Brown wird Sonderbotschafterin von Unicef. Das gab das Kinderhilfswerk in New York bekannt. Damit sei die 14-jährige Schauspielerin die jüngste je ernannte Botschafterin. "Ich freue mich darauf, so viele Kinder und junge Menschen zu treffen, wie ich kann, ihre Geschichten zu hören und mich für sie einzusetzen", so Brown.

Was wird Millie Bobby Brown machen?

Die Schauspielerin, die besonders durch ihre Rolle in der Serie "Stranger Things" bekannt wurde, soll sich für Unicef weltweit für die Rechte von Kindern einsetzen. Brown unterstützt Unicef schon seit 2016 und freute sich darum umso mehr über die Ernennung. 

Auf Instagram postete sie ein Video, in dem sie betonte, es sei eine riesige Ehre, als jüngste Botschafterin ernannt zu werden. "Ein Traum wird wahr", schrieb sie in der Beschreibung zum Video.

Warum ist ihr das Thema so wichtig?

Brown wurde in vergangener Zeit selbst das Opfer von Cybermobbing. Im Sommer musste sie sogar ihren Twitter-Account löschen, weil viele Nutzer sie für eine erfundene Geschichte anfeindeten (bento).

Aber auch im echten Leben begegnete Brown das Thema Mobbing immer wieder. In einem Interview mit der BBC berichtete sie: "Ich wurde in der Schule selbst gemobbt ... das hat mich geprägt."

Neben Brown sind eine ganze Reihe Prominenter Botschafter für das Unicef. Darunter David Beckham, Orlando Bloom oder Shakira. 


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Seehofer rudert zurück: Doch keine Abschiebungen nach Syrien
Zwei Fragen, zwei Antworten

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Abschiebung von abgelehnten oder straffälligen Asylbewerbern nach Syrien nun doch überraschend deutlich ausgeschlossen (SPIEGEL ONLINE). "Im Moment kann in keine Region Syriens abgeschoben werden. Das gilt auch für Kriminelle", sagte Seehofer dem SPIEGEL.

Um was ging es da nochmal?

Zuletzt äußerten sich immer wieder CDU/CSU-Politiker und forderten, straffällige oder abgelehnte Asylbewerber aus Syrien zurück in ihr Heimatland abzuschieben, da es sichere Regionen im Land gebe (bento). Das Auswärtige Amt legte allerdings einen Bericht vor, aus dem hervorgeht, dass die Situation in Syrien deutlich dramatischer ist, als die Politiker sie darstellen. So soll es regelmäßig zu Folterungen von Kritikern des Diktator Assad kommen. Zudem tobt im Land noch immer ein Bürgerkrieg.

Warum rudert Seehofer auf einmal zurück?

Noch in der vorvergangenen Woche hatte Seehofer angekündigt, er wolle Abschiebungen nach Syrien prüfen lassen, um "Gefährder" und straffällig gewordene Asylbewerber in sichere Gebiete Syriens abzuschieben. Ähnliche Aussagen kamen auch von den Kandidaten für den CDU-Vorsitz Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz

Trotzdem wollte Seehofer zunächst den Bericht des Auswärtigen Amtes abwarten. Der scheint ihn nun überzeugt zu haben: "Der Bericht des Auswärtigen Amtes ist plausibel", so Seehofer wörtlich.

Der Bundesinnenminister stellt sich so auf die Seite der Bundesregierung und gibt die Richtung für die anstehende Konferenz der Innenminister der Länder vor. In den vergangenen Wochen hatten einige Innenminister, auch aus der SPD, gefordert, Abschiebungen nach Syrien möglich zu machen.