Wissen zum Mitreden

Taylor Swift wollte sich bisher in keine politische Ecke drängen lassen. Diese Sichtweise hat Swift jetzt hinter sich gelassen: Am Samstag postete sie auf Instagram ein politisches Statement.

1 Wie hat Taylor Swift sich politisch positioniert?

Die Sängerin nahm die "Midterms", also die kommende US-Wahl der Senatsmitglieder und des Repräsentantenhauses am 6. November, zum Anlass, ihre politische Einstellung zu zeigen. Taylor Swift wählt in Tennessee, die Kandidatin der Republikaner dort ist Marsha Blackburn. Swift sprach sich unter anderem gegen Blackburn aus, weil sie sich 

  • gegen gleichen Lohn für Frauen und Männer,
  • gegen ein Anti-Gewalt-Gesetz zum Schutz von Frauen
  • und gegen die Ehe für alle

ausgesprochen hat. Taylor Swift könne das nicht unterstützen: (SPIEGEL ONLINE)

„Das sind nicht meine Tennessee-Werte.“
Taylor Swift

Stattdessen werde sie für die Demokraten Phil Bredesen im Senat und Jim Cooper im Repräsentantenhaus stimmen. Außerdem rief sie ihre Fans dazu auf, wählen zu gehen – und ihre Anhänger folgten dieser Aufforderung. 

2 Was hat die Sängerin damit ausgelöst?

Nach Swifts Instagram-Post registrierten sich 

  • innerhalb von 24 Stunden rund 65.000 Wählerinnen und Wähler.
  • Im September 2018 hatten sich insgesamt rund 190.000 Amerikanerinnen und Amerikaner für die Wahlen angemeldet. 
  • Zum Vergleich: Im gesamten August waren es rund 57.000 US-Bürgerinnen und Bürger. (Buzzfeed News

3 Wie reagiert Donald Trump auf Swifts Aussage?

Der US-Präsident äußerte sich im Weißen Haus zu Taylor Swifts politischem Statement (SPIEGEL ONLINE):

„Ich mag Taylors Musik jetzt etwa 25 Prozent weniger.“
US-Präsident Donald Trump

Er sagt außerdem, Swift wisse "nichts" über Marsha Blackburn. 

Dass Taylor Swifts Reichweite groß ist, war vor ihrem Statement schon klar: Die Popmusikerin hat auf Instagram rund 112 Millionen Followerinnen und Follower, alleine der Post wurde rund 1,8 Millionen Mal geliked. Dass ihre Ansprache möglicherweise auch politische Auswirkungen haben könnte, wird sich möglicherweise nach den Senats- und Repräsentantenhauswahlen im November zeigen. Ihren Einfluss auf die amerikanische Gesellschaft hat die 28-Jährige mit ihrem Instagram-Foto schon jetzt bewiesen. 


Today

Darum nimmst du zu, wenn du mit deiner Partnerin oder deinem Partner zusammenziehst
Zwei Fragen und Antworten zu der deutschen Langzeitstudie

Liebe macht dick – das haben sich sicher schon viele gedacht, wenn sie in der Beziehung ein paar Kilos zugenommen haben. Deutsche Forscherinnen und Forscher haben in einer großangelegten Studie jetzt aber herausgefunden, ab wann genau Menschen in einer Partnerschaft Gewicht zulegen.

Was sind die Ergebnisse der Studie?

Das erste Zusammenziehen ist Schuld daran, dass Paare Gewicht zunehmen – unabhängig davon, ob sie heiraten oder nicht. Zu dem Ergebnis kommen die Forscher, auch wenn man Einflüsse wie Alter, Kinderkriegen, Sport, Rauchen, Gesundheitszustand oder Stress herausrechnet. (Deutschlandfunk Nova)

Mit der Zeit sinkt aber die Gewichtszunahme: Nach dem ersten Zusammenziehen nehmen Paare doppelt so viel zu wie in den ersten vier Ehejahren, heißt es in der Studie, die im Journal "Health Psychology" veröffentlicht wurde. Als Grund dafür sehen die Wissenschaftler veränderte Essgewohnheiten durch den Zusammenzug. Ralph Hertwig vom Max-Planck-Institut und Co-Autor der Studie nennt gemeinsames Frühstücken als Beispiel, "das allein vielleicht nicht stattgefunden hätte oder bescheidener ausgefallen wäre". (NZZ)

Wenn sich ein Paar wieder trennt, dann verschwinden auch die Kilos auf den Rippen wieder, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Der Body-Mass-Index (BMI) sinke wieder auf den Wert vor der Beziehung.

Wie gingen die Forscher vor?

Sie haben die Daten von mehr als 20.000 Deutschen über den Zeitraum von 16 Jahren ausgewertet. Berücksichtigt wurden demografische Daten, darunter Beziehungsstatus, Größe, Gewicht sowie dafür relevantes Verhalten wie etwa gesunde Ernährung, Sport und Rauchen.