Bild: dpa/Swen Pförtner
Er selbst dementiert die Vorwürfe.

Lange Zeit wurde die Debatte um sexuelle Übergriffe, die weltweit unter dem Hashtag #MeToo bekannt wurde, vor allem in den USA geführt. Nun scheint es auch in Deutschland einen prominenten Fall zu geben

Mehrere Frauen werfen in einem Interview mit dem Magazin der "Zeit" dem Regisseur Dieter Wedel vor, sie sexuell belästigt zu haben. 

Drei Frauen werden von dem Magazin benannt. Zwei namentlich, eine anonym. Bei den namentlich benannten Frauen handelt es sich um die Schauspielerinnen Jany Tempel und Patricia Thielemann. Sie haben gegenüber dem Magazin an Eides statt ihre Versionen bekräftigt. Dieter Wedel hat die Anschuldigungen im gleichen Artikel zurückgewiesen, auch er ließ seine Version an Eides statt versichern.

Das werfen die Schauspielerinnen dem Regisseur vor:
  • Gegenüber Patricia Thielemann soll Wedel im Jahr 1991 in einem Hotelzimmer in Bremen übergriffig geworden sein. So soll er der Schauspielerin die Bluse aufgerissen und versucht haben, sie auf die Couch zu werfen. Wedel habe ihr den Hals zugedrückt. Sie habe es aber noch geschafft, ihm zu entkommen und aus dem Hotelzimmer zu flüchten.  
  • 1996 ging Jany Tempel zu einem Vorsprechen für eine Rolle. In einem Münchner Hotelzimmer empfing Wedel die Schauspielerin – nur bekleidet in einem Bademantel. Er soll Tempel mit Wucht gepackt und gegen die Wand gepresst haben. Anschließend habe er sie aufs Bett geworfen und zum Sex gezwungen.

In dem Artikel kommen auch Mitarbeiter zu Wort, die über die Praktiken Wedels bei TV-Produktionen berichten. So soll der Regisseur eine Schauspielerin bei Dreharbeiten zum Film "Affäre Semmeling" über Monate hinweg einem hohen Druck ausgesetzt und sie vor versammelter Crew angebrüllt haben. Laut der Mitarbeiter sei der Grund für dieses Verhalten gewesen, dass die Schauspielerin zuvor Wedels Avancen ignorierte.

"Habe zu keinem Zeitpunkt diesen oder anderen Frauen Gewalt angetan"

Über seinen Anwalt teilt Wedel zu den Vorwürfen mit: In der eidesstattlichen Erklärung "versichert er, dass die offenbar von mehreren Schauspielerinnen gegen ihn erhobenen Vorwürfe unzutreffend und nicht gerechtfertigt sind. Er habe zu keinem Zeitpunkt diesen oder anderen Frauen in irgendeiner Form Gewalt angetan.“ Man wolle gegen den Bericht juristisch vorgehen.

Wedel gehört zu den prominentesten deutschen Regisseuren und machte sich mit Filmen wie "Der große Bellheim" oder "Der König von St. Pauli" in den 90ern einen Namen.


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