Bild: Federico Gambarini/dpa
Die drei wichtigsten Fragen und Antworten

Vodafone hat einen Werbedeal mit Mesut Özil beendet. Viele werden sich jetzt fragen: Welchen Werbedeal? Richtig: Die Werbung war bislang nicht zu sehen, weil das Video dazu gar nicht erst veröffentlicht wurde. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS).

Warum beendete Vodafone die Zusammenarbeit?

Wegen des Erdogan-Fotos. Vodafone rückte bereits kurz vor der WM von der Kampagne ab, nachdem ein Foto von Özil mit dem türkischen Präsidenten Erdogan veröffentlich worden war. Das Video war zu dem Zeitpunkt bereits gedreht. Dass der Werbevertrag im Anschluss gekündigt wurde, war bislang jedoch unbekannt. 

Ein Sprecher von Vodafone sagte der FAS: 

Mit der Kampagne hätten wir in der massiven Diskussion im Netz mit unserer Botschaft nicht mehr durchdringen können.
Vodafone-Sprecher

Was war eigentlich geplant?

Ein WM-Video mit Özil und seinem Hund Balboa, außerdem Posts und Stories bei Twitter, Instagram und Facebook. Der Wert der Kooperation hätte sich finanziell im unteren sechsstelligen Bereich bewegt, zitiert die FAS das Umfeld des Spielers. 

Özil kassierte trotz der Absage 21.000 Euro Aufwandsentschädigung für die Dreharbeiten. 

Hat Özil noch mehr Werbedeals verloren?

Jein. In seinem ausführlichen Statement vom vergangenen Wochenende schrieb er, dass zwei Wohltätigkeitsorganisationen, mit denen er eigentlich zusammenarbeitete und Projekte an seiner alten Schule in Gelsenkirchen finanzierte, die Zusammenarbeit nach der Diskussion um das Erdogan-Foto beendet hätten. Auch die Schule selbst habe ihn damals gebeten, auf einen Besuch zu verzichten. 

Ähnlich lief es offenbar mit Mercedes: Er sei nach der Diskussion um das Erdogan-Foto kurzfristig aus wichtigen Werbekampagnen zur WM entfernt worden, schrieb Özil in seiner Rücktrittserklärung aus der Nationalammanschaft. Das betroffene Unternehmen habe dies als "Krisenmanagement" bezeichnet. Özil verzichtete allerdings darauf, Mercedes beim Namen zu nennen. 

Bislang bliebt der Vertrag als Markenbotschafter des Autobauers aber bestehen, ebenso seine Zusammenarbeit mit Adidas. 


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