Bild: Christian Charisius/dpa
Die zwei wichtigsten Zitate

Es ist das erste Mal seit seinem Rücktritt aus der Deutschen Nationalmannschaft, dass sich Mesut Özil öffentlich zu Wort meldet. Auf Instagram dankte er seinem ehemaligen Kollegen Jérôme Boateng, der sich hinter ihn stellte.     

In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" hatte sich Boateng enttäuscht über das Schweigen vieler Nationalspieler gezeigt und darüber beklagt, dass sie sich nicht zum Rücktritt ihres ehemaligen Teamkollegen äußern würden. 

„Wo waren die Mitspieler, die sich bei Mesut bedankt haben? Anscheinend haben viele sich nicht zu äußern getraut, weil sie gedacht haben, dass das bei den deutschen Fans nicht so gut ankommt“
Jérôme Boateng

Und was hat Özil jetzt gesagt?

In einer Instagram-Story ging Özil auf Boatengs Worte ein. Unter dem Zitat bedankt er sich bei seinem ehemaligen Teamkollegen. (Eurosport)

„Danke Bro für deine Worte. Du warst beim DFB immer ein Mitspieler, der auch in schwierigen Momenten da war.“
Mesut Özil

Im Juli war Özil aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. In einer Erklärung rechnete er damals mit dem DFB und den Medien ab. Er beklagte den fehlenden Rückhalt innerhalb des DFB gegen rassistische Attacken von außen. (bento)

Zuvor war Özil dafür kritisiert worden, dass er in London auf einem Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan posiert hatte. (bento)


Tech

Aktivisten haben eine Fotomontage in einen Reisepass geschmuggelt
Was bedeutet das für die Diskussion um die Gesichtserkennung?

Nervös saß Billie Hoffmann auf einer der Bänke im Warteraum eines Berliner Bürgeramts. Anderthalb Stunden dauerte es, bis ihre Nummer auf dem Display erschien. Nun würde sich zeigen, ob die Beamte ihr mitgebrachtes Foto akzeptieren würde. Das Foto zeigt ihr Gesicht. Doch nicht nur.

Billie Hoffmann ist ein Künstlername. Sie ist Mitglied des politaktivistischen Peng!-Kollektivs, das eine selbstlernende Software entwickelt hat, die zwei Passbilder zu gleichen Teilen "morpht", also miteinander verschmelzen lässt. Das Passfoto zeigt also Hoffmann. Aber es zeigt auch Federica Mogherini, die als Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik zuständig ist.