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Mazedonien ist dabei, einen neuen, drei Meter hohen Zaun an der Grenze zu Griechenland zu errichten. Nur noch Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Irak sollen passieren dürfen.

Mazedonien liegt auf der sogenannten Balkanroute: Flüchtlinge überqueren von Griechenland aus die Grenze, um weiter nach Nordeuropa zu kommen.

Ein Aufgebot von Polizei und Militär sichert die Bauarbeiten ab. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit Flüchtlingen, nachdem einer von ihnen auf einen Zug geklettert und mit einer Stromleitung in Berührung gekommen war.

Mit Blendgranaten und Tränengas wurden rund 250 wütende Flüchtlinge zurückgedrängt. Es flogen Steine in Richtung der Einsatzkräfte.

Wer nicht aus Syrien, Afghanistan oder Irak flieht, gilt in Mazedonien als unerwünschter Wirtschaftsflüchtling – wie auch in Serbien und Kroatien. Tausende Flüchtlinge werden deshalb aktuell am Grenzübertritt gehindert.

Die mazedonische Regierung hatte erklärt, die Grenze nicht schließen zu wollen. Es gehe nur darum, den "Zufluss der Menschen zu den Kontrollpunkten für die Registrierung und humanitäre Behandlung zu leiten".

Flüchtlinge hatte bereits vor Tagen einen Stacheldrahtzaun an der Grenze niedergerissen, um von Griechenland nach Mazedonien zu gelangen. Nun rüstet Mazedonien auf.