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Was wir über den verheerenden Brand wissen – und was nicht.
Was ist passiert?
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Verheerendes Ende einer Partynacht: In Rumäniens Hauptstadt Bukarest ist es am Freitagabend zu einer Brandkatastrophe gekommen. Mindestens 27 Menschen, die im Colectiv feierten, wurden dabei getötet – rund 180 wurden zum Teil schwer verletzt, teilte die Regierung mit (SPIEGEL ONLINE). Diese ging zunächst davon aus, dass es im Gebäude eine Explosion gegeben habe. Rettungskräfte erklärten jedoch vor Ort, dass es sich um einen Brand gehandelt habe.

Als das Feuer ausbrach, waren etwa 400 Menschen im Club. Sie feierten das Comeback der Band Goodbye to Gravity, die ihr neues Album vorstellte.

Was war der Auslöser für das Feuer?

Das ist noch unklar. Offizielle Angaben zur der Ursache gibt es noch nicht. Ein Zeuge berichtete der Agentur Mediafax, dass pyrotechnische Effekte, die Teil des Konzerts sein sollten, Grund für das Feuer seien (CNN). Möglicherweise sei die Schutzverkleidung einer Wand in Brand geraten. Aufgrund der starken Rauchentwicklung sei es dann zu einer Massenpanik gekommen, weil zunächst nur einer von zwei Ausgängen des Clubs passierbar gewesen seien.

Ein Überlebender des Unglücks berichtete dem Sender Antena 3TV: "Die Menschen sind wegen des Rauchs ohnmächtig geworden, dann sind andere über sie hinweg getrampelt" (SPIEGEL ONLINE).

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Wie geht es jetzt weiter?

180 Menschen wurden schwer verletzte in Krankenhaus gebracht und werden dort wegen Verbrennungen, Rauchvergiftungen und offenen Wunden berhandelt (Zeit Online). Der rumänische Präsident Klaus Johannis schrieb auf Facebook, er sei "erschüttert und tief traurig", das Unglück sei ein "sehr trauriger Moment für unsere Nation".

Update:

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlicher Tötung Ermittlungen gegen die Organisatoren des Konzertes und die Club-Betreiber unternommen. Sie prüft unter anderem, ob es überhaupt einen Notfall- und Evakuierungsplan für das Konzert gab (SPIEGEL ONLINE).