Bild: imago / Ipon

Der Posterboy der rechtsradikalen Identitären, Martin Sellner, wurde bei der versuchten Einreise nach Großbritannien am Freitag festgenommen. Am Sonntag ging es für ihn mit dem geplanten Rückflug zurück in seine Heimat nach Österreich. 

Ursprünglich hatte Sellner geplant, mit britischen Rechtsextremen in London öffentlich aufzutreten. Aber statt am Speakers' Corner, einem zentralen Versammlungsplatz im Londoner Hyde Park, fand sich Sellner in einer Abschiebeeinrichtung am Flughafen London-Luton wieder. 

Offenbar hatten die Behörden keine Lust auf einen Auftritt Sellners. Eine Erklärung seitens der britischen Behörden gibt es bisher nicht, sie soll schriftlich nachgereicht werden. (kurier.at)

Sellner nutzt den geplatzten Auftritt nun, um sich als Märtyrer zu feiern. Seine These: Ihm wurde die Einreise verweigert, weil die Identitären so mächtig seien.

Tatsächlich handelt es sich um eine eher kleine Gruppe, die geschickt auf Social Media den Anschein einer "Bewegung" erweckt. Mehrere Führungsfiguren waren zuvor in der NPD-Jugend aktiv, der Verfassungsschutz beobachtet die Identitären seit mehreren Jahren.


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