Bild: dpa/Patrick Seeger
"Alles pillepalle".

Was ist passiert?

Kurz nach seinem Wahlsieg ist Freiburgs neuer Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) angegriffen und verletzt worden. 

Der 33-Jährige wurde bei seiner Wahlparty am Sonntagabend attackiert, wie ein Sprecher der Polizei in Freiburg bestätigte. Ein Mann schlug Horn ins Gesicht, brach ihm die Nase, Horn erlitt zudem eine Wunde unter dem Auge. Er wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht  – und feierte anschließend trotzdem weiter.

In einem Video auf seiner Facebook-Seite äußerte er sich zu dem Angriff:

"Wir lassen uns von diesem Zwischenfall nicht die gute Laune verderben. (...) Ich habe eine gebrochene Nase, zwei kleine Stiche dort, einen abgebrochenen Zahn. Alles pillepalle." Er wollte nach eigenen Angaben noch in der Nacht auf die Wahlparty zurückkehren. "Das wird wieder abheilen, das passt. Jetzt nicht zu viel Sorgen machen."

Wer ist Martin Horn?

(Bild: dpa)

Nach eigenen Angaben ist er am Sonntag zum jüngsten Bürgermeister in einer deutschen Großstadt gewählt worden. Die SPD hatte ihn im Wahlkampf unterstützt. (mehr zur Wahlnacht bei bento)

Unter anderem Kevin Kühnert warb für den 33-Jährigen:

Horn wird zum 1. Juli Nachfolger des Grünen-Politikers Dieter Salomon. Bislang arbeitete er als Europa-Koordinator für die Stadt Sindelfingen. Kontrahent Salomon zeigte sich schockiert über den Vorfall und wünschte Horn gute Besserung.

Es ist schlimm, dass in unserer Stadt so etwas passiert.
Dieter Salomon

Was wissen wir über den Täter?

Die Attacke war wohl nicht politisch motiviert. Das haben erste Ermittlungen des Staatsschutzes ergeben, wie die Polizei am Montag mitteilte. Bei dem festgenommenen Angreifer, einem 54 Jahre alten Mann aus dem Raum Freiburg, gebe es Hinweise auf eine psychische Erkrankung.

Wie geht es weiter?

Die Polizei schaltete in der Nacht zu Montag ein Hinweisportal im Internet frei. Dort können Zeugen ihre Bilder und Videos des Angriffs hochladen.

Mit Material von dpa


Gerechtigkeit

Empörung über die Deutsche Post: Zu oft krank? Pech gehabt!
"Das ist völlig menschenverachtend."

Bevor die Deutsche Post befristete Mitarbeiter fest anstellt, zählt sie, wie oft die Menschen krank waren. Das ist nur eines der Kriterien, von denen die Post die Entfristung ihrer Angestellten abhängig macht und für die sie jetzt heftig kritisiert wird. Einen entsprechenden Bericht der Bild am Sonntag hat die Deutsche Post inzwischen bestätigt.

Was für Kriterien guckt sich die Post an?

  • Mitarbeiter dürfen in zwei Jahren nicht häufiger als sechsmal krank gewesen sein beziehungsweise nicht mehr als 20 Krankheitstage anhäufen dürften.
  • Weiter schreibe die Post vor, dass der Mitarbeiter "höchstens zwei selbstverschuldete Kfz-Unfälle mit einem maximalen Schaden von 5000 Euro" verursachen dürfe.
  • Außerdem dürften Postboten in drei Monaten nicht mehr als 30 Stunden länger für ihre Touren gebraucht haben als vorgesehen.