Bild: dpa/ EFE Alberto Estevez
Was ist passiert?

In einem sehr ausführlichen Post hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zu einer globalisierten Gemeinschaft bei Facebook aufgerufen – um Ungerechtigkeiten im Bereich Gesundheit und Infrastruktur zu bekämpfen und mehr Menschlichkeit zu zeigen.

Statt wie bisher vor allem Freunde und Familien zu vernetzen, will das Unternehmen in Zukunft verstärkt auf ziviles Engagement setzen – alle Gesellschaftsschichten sollen mit eingeschlossen werden. (axios.com/ zeit.de)

Was hat er in seinem 6000 Zeichen langen Manifest genau geschrieben?
"Ein Virus in einer Nation kann sich schnell auf andere übertragen. Ein Konflikt in einem Land kann zu einer Flüchtlingskrise über Kontinente führen...
Verschmutzung an einem Ort kann die Umwelt auf der ganzen Welt beeinflussen. Die gegenwärtigen Systeme der Menschheit reichen nicht aus, um diese Probleme zu lösen."
Zuckerberg appellierte, dass man die Chancen der Globalisierung nutzen muss: etwa die Verbreitung von Wohlstand und Frieden, die Bekämpfung von Armut und die Beschleunigung von wissenschaftlichem Fortschritt.
"Wenn wir eine globale Gemeinschaft aufbauen, ist dies ein Moment der Wahrheit. Unser Erfolg basiert nicht nur darauf, ob wir Videos aufnehmen und mit Freunden teilen können...
Es geht darum, ob wir eine Gemeinschaft bauen, die uns hilft, uns sicher zu fühlen – die Schaden abwendet, bei Krisen hilft und danach wieder für einen Neuaufbau sorgt."
"Facebook steht dafür, uns näher zusammenzuführen und eine globale Gemeinschaft zu bilden."
Er erkenne, dass es viele irreführende Informationen über Facebook gebe. Zuckerberg will Verbesserungen machen, damit Leser ausgewogene Nachrichten bekommen.
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Hier kannst du alles nachlesen:

I know a lot of us are thinking about how we can make the most positive impact in the world right now. I wrote this...

Posted by Mark Zuckerberg on Thursday, 16 February 2017
Warum ist das wichtig?

Während US-Präsident Donald Trump ständig von "America First" spricht und Globalisierung ablehnt, scheint Zuckerberg den Posten des visionären Denkers einnehmen zu wollen. Ein britisches Medium bezeichnete ihn schon als "cyber jesus" (The Register). Zuckerberg kämpft für eine bessere Welt – mit mehr Gleichheit, Gerechtigkeit und Wohlstand. Prinzipiell also etwas Gutes.

Doch dahinter steckt natürlich auch die Absicht, Facebook mit seinen derzeit zwei Milliarden Nutzern monatlich weiter als Unternehmen und Marke zu stärken. Also handelt es sich um kein ganz uneigennütziges Manifest.

Außerdem scheint sich das Rollenverständnis von Facebook zu wandeln – die Bedeutung von Nachrichten auf der Seite wächst. Das Unternehmen will mehr Verantwortung übernehmen, wenn es um die Bekämpfung von Fake News geht.


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