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Er lieferte deutschen Rassisten Waffen

Was ist passiert?

Mario Rönsch, der rechtsextreme Betreiber des Waffen-Onlineshops Migrantenschreck, ist am Mittwoch in Ungarn verhaftet worden. Die ungarische Sondereinheit TÉK und das Berliner LKA stürmten seine Wohnung in Budapest. (Süddeutsche)

Wer ist Mario Rönsch?

Der mutmaßliche Kopf des Waffenhandels "Migrantenschreck".

  • Dieser bewarb Schreckschusswaffen mit rassistischen Werbesprüchen und lieferte sie nach Deutschland.
  • Ein Beispiel: "60 Joule Mündungsenergie strecken jeden Asylforderer nieder"
  • Hunderte Menschen haben sich so bewaffnet – illegalerweise. Viele Käufer kommen aus Deutschland.
  • Die Waffen schießen mit Gummigeschossen, die angeblich nur zur Abschreckung eingesetzt werden sollten, können schwere Wunden hinterlassen und töten können. Das zeigen mehrere Tests.

Außerdem ist Rönsch ein rechter Hetzer mit großer Reichweite.

  • Er betrieb Anonymousnews.ru und die berüchtigte Facebook-Seite "Anonymous.Kollektiv" – zwei große Hetzseiten (Süddeutsche).
  • Über sie wurden rassistische Posts und Verschwörungstheorien verbreitet.

Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft veröffentlichte eine Pressemitteilung mit Details zur Festnahme. Es sollen diverse Beweismittel sichergestellt worden sein:

Und das fällt der Justiz jetzt erst auf?

Nein, es nicht das erste Mal, dass gegen Rönsch ermittelt wird – nachdem auf der Seite Anonymous.Kollektiv mehrfach zu Straftaten aufgerufen wurde, erstattete der ehemalige Bundestagsabgeordnete Volker Beck Anzeige gegen Unbekannt. (Zeit Online)

Die Migrantenschreck-Waffen wurden außerdem mit Videos beworben, in denen auf Fotos von Joachim Gauck oder Heiko Maas geschossen wird. Die Konsequenz: eine Anzeige wegen Volksverhetzung.

Hat er Kontakte zur rechten Szene in Deutschland?

Ja.

  • Zuletzt wurde er 2015 während einer AfD-Demonstration gesichtet.
  • Dort pöbelte er ins Mikro von Dunja Hayali, die Medien sollten aufhören, "diesen Mist zu berichten".
  • In Zukunft wird Rönsch wohl im Gefängnis weiterpöbeln.
  • Die Auslieferung nach Deutschland könnte allerdings noch eine Weile dauern, zunächst müssen Formalitäten geklärt werden.

Fühlen

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