Gerade hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Aufruhr in Hamburg hinter sich gelassen, da geht es in seinem eigenen Land schon weiter. 

Am Sonntag kamen in Istanbul Hunderttausende Menschen zur finalen Kundgebung des "Marsches für Gerechtigkeit" zusammen: ein 425 Kilometer langer Protest, angeführt vom  türkischen Oppositionsführer Kemal Kilicdargolu.

Kilicdargolu ist der Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei CHP. Der 68-Jährige wanderte drei Wochen lang durch das Land und forderte die Aufhebung des Ausnahmezustands, die Entlassung inhaftierter Journalisten und die Wiederherstellung der Unabhängigkeit der Gerichte.

Er sagte: 

"Wir sind marschiert, für die Gerechtigkeit, die es hier nicht gibt."

Bei seinem Marsch begleiteten ihn seine Anhänger, zuletzt folgten ihm fast täglich Zehntausende Menschen. Sie riefen: "Recht, Justiz, Gerechtigkeit" und schwenkten türkische Fahnen. (Tagesschau)

Lies hier, wie ein einzelner einen riesigen Protestmarsch gegen Erdogan startet und was er bedeutet:

Der Auslöser für den Protest war das Urteil eines Istanbuler Gerichts. Es verurteilte den CHP-Abgeordneten Enis Berberoglu zu 25 Jahren Haft. Grund war ein Artikel über geheime Waffenlieferung an islamistische Rebellen in Syrien. (SPIEGEL ONLINE)

Regierungstreue Zeitungen sprachen vom "Marsch der Verräter". Oppositionsanhänger lobten derweil, dass es Kilicdaroglu erstmals gelungen sei, mit dem Marsch wirklich ein Thema zu setzen.


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