Bild: Joe Raedle/Getty Images
US-amerikanische Schüler haben endgültig genug.

Nach einem Amoklauf bleibt unendliche Trauer, aber auch der Versuch, dem Schrecken ein Ende zu setzen. Aus Wut wird Kraft. So ist das bei Emma González und ihren Mitschülern der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida. 

Hier erschoss ein 19-Jähriger in der vergangenen Woche 17 Menschen, 14 davon Schüler. Am Samstag hielt Emma in Fort Lauderdale eine Rede, die nicht nur US-Amerikaner bewegte. 

Er hätte nicht so viele Schüler mit einem Messer verletzt! Schämen Sie sich!

Sie kritisierte die Waffen-Lobby NRA, die Politik von Donald Trump und alle, die gegen strengere Waffengesetze in den USA eintreten. "An jeden Politiker, der Spenden von der NRA nimmt: Schämen Sie sich!"

Hier haben wir ihre bewegende Rede zusammengefasst:

Doch bei Reden wollen Emma und ihre Mitschüler es nicht belassen. Ihr Ziel: Einen Amoklauf an einer Schule darf es nie wieder geben! Deshalb rufen sie jetzt zu einer großen Protestaktion auf. 

Am 24. März soll in Washington der "March for our lives" stattfinden. 

Eine eigene Homepage und eine Erklärung zu ihrem Vorhaben gibt es bereits: "Im nächsten Monat kommen Schüler aus dem ganzen Land in Washington zusammen, um Probleme der Schulsicherheit und der Waffenkontrollreform anzugehen." Und es soll nicht bei Washington bleiben. Die Organisatoren fordern dazu auf, auch in anderen Städten Solidaritätskundgebungen zu organisieren – ganz nach dem Vorbild des "Women's March" soll die Aktion zu einer landesweiten Bewegung werden. 

"Jedes Kind in diesem Land geht jetzt zur Schule und fragt sich, ob dieser Tag ihr letzter sein könnte. Wir leben in Angst", heißt es in dem Aufruf. (Hellogiggles/Mirror)

Es muss nicht so sein. Veränderungen kommen. Und es beginnt jetzt, inspiriert von und geleitet von den Kindern, die unsere Hoffnung für die Zukunft sind. Ihre jungen Stimmen werden gehört werden.

Warum erst im März?

Kann man wirklich so kurz nach einem Amoklauf schon über Politik und Waffengesetze sprechen? Sollte die Trauer erst einmal das Wichtigste sein? 

"Wir respektieren diese Kritik. Wir haben Menschen verloren. Es ist wichtig zu trauern", sagte Cameron Kasky, der an Emmas Seite kämpft, am Sonntag zu CNN. Er fordert:

Meine Botschaft an die Amtsträger: Du bist entweder bei uns oder gegen uns. Wir verlieren unsere Leben, während die Erwachsenen herumspielen.
Das sind die Forderungen:
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Den Schülern ist eines wichtig: Es geht ihnen nicht darum, ob man Demokraten oder Republikanern nahesteht, sondern allein um die Zukunft der Kinder des Landes. Sie wollen mit Abgeordneten sprechen und ihre Angst und Wut sichtbar machen.

Für Cameron ist das Ganze auch eine Generationenfrage – Jung gegen Alt:

Die Schüler der Stoneman Douglas sind Teil einer Generation, die mit sogenannten "school shootings" aufgewachsen ist. Sie wurden kurz nach dem Massaker an der Columbine High School am 20. April 1999 geboren, sind groß geworden in dem Bewusstsein, dass jederzeit ein Amoklauf passieren kann. Und trotzdem sind seitdem die Waffengesetze nicht entscheidend verschärft worden.

Cameron dankte der älteren Generation für die endlose Unterstützung. Trotzdem zeige ihm der jetzige Amoklauf, bei dem 17 seiner Mitschüler und Lehrer starben, dass die Erwachsenen untätig blieben:

"Wir brauchen euch nicht!"

"Sie werden sehen, wie Schüler in jeder größeren Stadt marschieren", sagt Cameron. "Wir werden siegen und aus dieser Tragödie etwas Sinnvolles machen."

Hier geht es darum, dass wir um unser Leben betteln.

Art

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