Bild: dpa/Marcel Kusch
Was wir über den Tatverdächtigen wissen

Nach dem Mord an einem Neunjährigen im nordrhein-westfälischen Herne hat sich der tatverdächtige Marcel H. am Donnerstagabend der Polizei gestellt (bento).

Dabei gab er der Polizei Hinweise auf einen Brand in einem Wohnhaus, in welchem die Leiche des 22-jährigen Christopher W. gefunden wurde. Marcel H. hat beide Morde gestanden.

In einer Pressekonferenz hat die Polizei in Dortmund nun weitere Details zu H. und den Tathergang bekanntgegeben.
Welche Motive hatte H. für die Tat?
  • H. bezeichnete sich selbst als computer- und spielsüchtig. Wegen einer Absage bei der Bundeswehr und keinem funktionierenden Internetzugang habe er sich selbst umbringen wollen.
  • Er versuchte sich demnach zu strangulieren, was ihm jedoch nicht gelang. Danach soll er sich entschlossen haben, einen Mord zu begehen, um so ins Gefängnis zu kommen.
Was ist über den Tathergang bekannt?
  • Marcel H. soll sich entschieden haben, bei den Nachbarn zu klingeln und die Person, die ihm die Tür öffnet, zu töten. Dies war der neunjährige Jaden. Er soll ihn in seinen Keller gelockt und dort mit 52 Messerstichen erstochen haben. Hinweise auf ein Sexualverbrechen gebe es nicht.
  • Von der Tat machte er Bilder und verschickte diese per WhatsApp an Bekannte. Einer der Bekannten wandte sich an die Polizei, womit die Ermittlungen begannen.
  • Marcel H. soll sich zunächst im Wald versteckt haben und danach unter einem Vorwand bei seinem Bekannten Christopher W. Zuflucht gesucht haben.
  • Als Christopher W. auf die Fahndung aufmerksam wurde, soll er H. zur Rede gestellt und gedroht haben, die Polizei zu kontaktieren. Daraufhin soll ihn Marcel H. erstochen haben. Bevor er das Haus verließ, um sich der Polizei zu stellen, legte er einen Brand in dem Wohnhaus.
Wie schätzt die Polizei den Tatverdächtigen ein?
  • Laut dem Leiter der Ermittlungskommission verhielt sich der 19-Jährige bei seiner Aussage reue- und emotionslos.
  • H. sagte aus, er selbst habe keine Bilder ins Internet gestellt, sondern diese nur an Bekannte verschickt. Die Ermittler äußerten Zweifel an dieser Aussage.

H. wurde am Vormittag dem Haftrichter vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt überführt.

Mehr Hintergründe zur Tat – und wie die Bilder ins Netz gelangen konnten – findest du in unserem "Erklärt"-Format:


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